Ich habe eine neue Idee gehabt, eine neue Kategorie in diesen Blog einzubauen: gelesene und empfohlene Buchreihen. Und wie sollte es auch anders sein. Die erste Buchreihe, die ich vorstelle, muss Harry Potter sein. Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen und liebe die Bücher. Ok, ich saß nie vor dem Bücherladen, nur dass ich um Mitternacht das neuste Buch in den Händen halten konnte. Aber ich habe jedes neue Buch zum Geburtstag bekommen. :)

Ich muss auch dazu sagen, dass ich nicht vom ersten Buch an begeistert war. In unserer örtlichen Buchhandlung lieh ich mir die ersten beiden Bände aus. Las auch beide… Es kann sein, dass ich damals doch noch etwas zu jung dafür war. Ab dem 3. Buch hat es mich dann gepackt. Harry Potter und der Gefangene von Askaban ist bis heute noch mein Lieblingsband der Reihe. Das ist auch das einzige Buch von Harry Potter, was ich mehrmals gelesen habe.

Leider muss ich gestehen, dass mir die Bände zum Ende hin nicht mehr ganz so gut gefallen. Es kam mir vor als wollte Joanne K. Rowling nur so viele Seiten wie möglich füllen. Das fand ich nicht ganz so gut. Aber nichts desto trotz habe ich alle Bände gelesen und war trotzdem von Hogwarts und der ganzen Welt um Harry Potter fasziniert. Mehrmals habe ich mir beim Lesen gewünscht auch durch die Gänge von Hogwarts zu streifen und vor allem die alte Bibliothek zu durchstöbern.

Mein Lieblingscharakter war und ist Sirius Black, Harrys geheimnisvoller Onkel, der ich in einen schwarzen Hund verwandeln konnte. Leider hat man viel zu wenig von ihm erfahren, da er doch nur eine Nebenrolle spielte.

Im Großen und Ganzen kann ich jedem die Bücher ans Herz legen. Ob jung oder alt… Ganz egal. Jeder wird von der Welt mitgerissen sein und bei Harrys Abenteuern mitfiebern.

Bände:
Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Harry Potter und der Gefangene von Askaban
Harry Potter und der Feuerkelch
Harry Potter und der Orden des Phönix
Harry Potter und der Halbblutprinz
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Sarah Beth Durst
Ice: Hüter des Nordens

  • Broschiert: 307 Seiten
  • Verlag: Lyx; Auflage: 1. (9. Februar 2012)
  • ISBN-13: 978-3802586026
  • Originaltitel: Ice

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Klappentext:
Die junge Cassie lebt mit ihrem Vater auf einer Forschungsstation in der Arktis. Ihre Mutter ist angeblich bei ihrer Geburt gestorben, doch Cassie wächst mit rätselhaften Geschichten über ihren Tod auf. Kurz vor Cassies achtzehntem Geburtstag kommt es zu einer merkwürdigen Begebenheit: Cassie trifft auf einen Eisbären, der zu ihr spricht und ihr berichtet, dass die alten Legenden wahr sind. Ihre Mutter ist noch am Leben und wird in der Festung der Trolle gefangen gehalten. Doch um sie zu befreien, muss Cassie den Eisbären heiraten, der sich des Nachts in einen Menschen verwandelt. Zwischen Cassie und dem magischen Wesen entwickelt sich eine zarte Liebe, die jedoch von einem geheimnisvollen Fluch bedroht wird …

Über den Autor
Sarah Beth Durst wurde in Massachusetts geboren. Sie hat an der Princeton University Englisch studiert und begann danach eine Karriere als Jugendbuchautorin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in New York.

Meine Meinung:
Sarah Beth Durst hatte eine echt tolle Idee, aus der sie aber etwas mehr hätte
herausholen können. Vielleicht lag das aber auch an der knappen Seitenzahl.

Die Protagonisten im Buch werden eher oberflächlich behandelt. Ihnen fehlt es an Tiefe und der Leser erfährt zu wenig über sie. Aus diesem Grund erscheinen einige Handlungen der Personen unschlüssig und unlogisch beim Lesen. Wieso verliebt sich Cassie so schnell in den Bären, der ihr zu Beginn so wenig sympathisch ist? Und wieso versucht Cassie nicht mehr Zeit mit ihrer Mutter zu verbringen, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünschte, ihre Mutter kennen zu lernen? Auch Cassies Vater und alle anderen Personen der Forschungsstation sind in ihren Charakterzügen nur angerissen. Man lernt keinen richtig kennen.

Im Verlauf der Geschichte spielen Trolle eine Rolle. Diese habe ich mir zu Beginn wie die Fantasiewesen vorgestellt. Später erhält man aber ein ganz anderes, abstraktes Bild der Trolle, die eher geisterhaft in Erscheinung treten…

Der Schreibstil ist fließend und sehr bildhaft gehalten. Toll fand ich die Einarbeitung von Begriffen aus dem Inuit, welche zudem in deren Bedeutung gut erklärt wurden.

Die Covergestaltung passt perfekt zum Inhalt. Es wurden eisige Farben verwendet und der Schriftzug „ICE“ und die Rose sind mit schimmernder Folie hervorgehoben. Echt ein Hingucker im Bücherregal.

Fazit:
Eine Story, die durchaus Potential hat. Das Buch ist spannend und kurzweilig, wobei es doch einige unnötige Längen aufweist. Es liest sich mit seinen 300 Seiten sehr schnell. Jedoch reicht einmal Lesen. Ein weiteres mal würde ich es nicht zur Hand nehmen.

Nina Blazon
Faunblut

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: cbt (1. Dezember 2008)
  • ISBN-13: 978-3570160091

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Klappentext:
Eine Metropole am Rande der Zeit, eine Herrschaft im Zeichen der Gewalt und eine Liebe wider jede Vernunft.

Als Jade, das Mädchen mit den flussgrünen Augen, den schönen und fremdartigen Faun kennenlernt, steht ihre Welt bereits kurz vor dem Untergang.

Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt, und die sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihr Recht einzufordern. Jade weiß, auch sie wird für ihre Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der Seite der Gegner…

Über den Autor
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten – bevor sie den Fantasy-Jugendroman „Im Bann des Fluchträgers“ schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet wurde. Sie lebt in Stuttgart, wo sie als Journalistin, Übersetzerin und Werbetexterin arbeitet.

Meine Meinung:
Faunblut ist das erste Buch, welches ich von Nina Blazon in die Hände bekam. Es erwies sich als Glücksgriff! Ein toller, abgeschlossener Fantasy-Roman, nicht nur für jüngere Leser.

Nina Blazon erzählt mit sehr viel Hingabe. Dabei erzeugt sie eine Geschichte mit so einer großartigen Atmosphäre und tiefgründigen Charakteren. Die beiden Hauptpersonen Jade und Faun sind sehr genau ausgearbeitet. Diese wirken vom ersten Moment sympathisch, auch wenn sie zum Teil ihre Ecken und Kanten aufweisen. Gerade dies macht die Geschichte lebendig und erzeugt Spannung und Tiefe. Selbst die Nebencharaktere, wie Jades Vater oder ihre beste Freundin gehen in der Geschickte nicht unter, sondern bestechen durch abenteuerliche Aktionen. Sie tragen zum Gesamtbild der Geschichte erheblich bei. Man leidet und fiebert förmlich mit allen Protagonisten mit. Es gibt in der Geschichte jedoch eine Person, über die ich gern mehr erfahren hätte: die Herrscherin Lady Mar. Sie ist die Einzige, die etwas im Schatten bleibt, was die Erzählung keinesfalls beeinträchtigt. Wäre jedoch schön gewesen. :)

Die Autorin beschreibt besonders gut eine sehr actionreiche Handlung, welche mit wunderschönen, poetischen Momenten verwoben ist. Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, welche den Leser in seinem Bann zieht. Die Gegend in der Jade lebt und auch die problematischen Umstände in der Stadt werden detailliert beschrieben. Das regt besonders die Fantasie des Lesers an. Es fällt leicht die Bilder im Kopf zu erzeugen.

Ein besonderes Schmuckstück ist das Cover des gebundenen Buches. Komischerweise ist es bei mir in einem anderen Design angekommen, als es auf amazon.de dargestellt ist. Dies finde ich aber gar nicht schlimm, denn das Cover auf amazon ist bei weiten nicht so gelungen. :) Auf meinem Cover ist das Auge im strahlenden Blau gehalten. Auch der Schutzumschlag ist besonders toll in einem „alten“ Papier gestaltet. Es weist eine gröbere Struktur auf und schimmert perlmuttfarben. Sehr passend ist auch der Schriftzug des Titels.

Fazit:
Gelungenes, spannendes Buch, welches einige unerwartete Wendungen beinhaltet. Auf jeden Fall zu empfehlen.

Soooo, nun haben sich im Mai doch ein paar neue Bücher angesammelt. Ich möchte mir angewöhnen, einmal im Monat meine neuen Errungenschaften zu posten. Hier nun die Bücher im Überblick:

Die Schattenträumerin von Janine Wilk

Klappentext:
In der Nacht verwandelt sich Venedig. Das Wasser in den Kanälen flüstert leise, Schatten legen sich über die kleinen Gassen – und Francesca träumt: Immer näher und näher kommt ihr schrecklicher Verfolger, schon spürt sie seinen Atem im Nacken – und wacht schweißgebadet auf. Von ihrer Großmutter erfährt sie, dass die wiederkehrenden Albträume mit einem Familienfluch zusammenhängen. Einem tödlichen Fluch, der nicht nur sie, sondern ganz Venedig bedroht. Nur ein Buch von dämonischer Natur kann den Fluch lösen und Venedig davor bewahren, in den Fluten zu versinken. Doch um es zu finden, muss sich Francesca dem Mann aus ihren Albträumen stellen. Eine atemlose Jagd beginnt …
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Göttlich verdammt von Josephine Angelini

amazon Kurzbeschreibung:
Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben Der ultimative Roman für alle “Biss”- und “Panem”-Fans – mit dem hinreißenden Sehnsuchtspaar: Helen und Lucas. Eine Highschool-Romanze mit Elementen aus der griechischen Mythologie.
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Sturmjäger von Aradon – Magierlicht von Jenny-Mai Nuyen

amazon Kurzbeschreibung:
Er ist ihre Liebe, sie ist sein Tod
Im Lebendigen Land tobt ein magischer Krieg ungeahnten Ausmaßes und die junge Sturmjägerin Hel gerät zwischen alle Fronten. Denn die Magiergilde, in deren Auftrag sie auf Dämonenjagd unterwegs ist, verdächtigt Hel, selbst ein Totenlicht in sich zu tragen. Eines der Lichter, die dazu beitragen, den Untergang der Menschheit herbeizuführen. Der Magier Olowain will sie einer lebensgefährlichen Probe aussetzen und im letzten Moment naht Rettung – von Mercurin, dem Dämon mit den Augen voller Unendlichkeit, den sie eigentlich bekämpfen muss. Doch als die Elfen, Hüter der Macht in Hellesdîm, ihren besten Freund Nova in ihre Gewalt nehmen, muss Hel sich entscheiden. Folgt sie dem Ruf der Elfen oder rettet sie Nova und alles, was ihr bisher wichtig war?
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Rebellion der Engel von Brigitte Melzer

amazon Kurzbeschreibung:
Ein verheerender Tag für Schutzengel Akashiel: Durch unglückliche Umstände verschuldet er beinahe den Tod von Rachel, die in seiner Obhut steht. Doch auch für Rachel ist ab da nichts mehr, wie es einmal war. Unbekannte verfolgen sie, ihr Kater kann plötzlich sprechen und ein schwarzgeflügeltes Wesen erscheint in ihrem Garten. Ohne es zu ahnen, hat ihr Schutzengel Ereignisse in Gang gesetzt, die entscheidend sind für den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse und Rachel steckt mittendrin. Obwohl sie nicht gut auf Akashiel zu sprechen ist, ist er der Einzige, der ihr noch helfen kann. Dass sich die beiden voneinander angezogen fühlen, verkompliziert die Dinge zusätzlich, schließlich ist es Engeln verboten, sich mit einem Menschen einzulassen.
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Nephilim von Gesa Schwartz

amazon Kurzbeschreibung:
Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen vor: Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Er ist ein Nephilim, und damit nicht genug: Er ist der Sohn des Teufels. Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Chance: Er muss sich der Finsternis stellen.
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ICE Hüter des Nordens von Sarah Beth Durst

amazon Kurzbeschreibung:
Die junge Cassie lebt mit ihrem Vater auf einer Forschungsstation in der Arktis. Ihre Mutter ist angeblich bei ihrer Geburt gestorben, doch Cassie wächst mit rätselhaften Geschichten über ihren Tod auf. Kurz vor Cassies achtzehntem Geburtstag kommt es zu einer merkwürdigen Begebenheit: Cassie trifft auf einen Eisbären, der zu ihr spricht und ihr berichtet, dass die alten Legenden wahr sind. Ihre Mutter ist noch am Leben und wird in der Festung der Trolle gefangen gehalten. Doch um sie zu befreien, muss Cassie den Eisbären heiraten, der sich des Nachts in einen Menschen verwandelt. Zwischen Cassie und dem magischen Wesen entwickelt sich eine zarte Liebe, die jedoch von einem geheimnisvollen Fluch bedroht wird …
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Janine Wilk
Die Schattenträumerin

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (24. Januar 2012)
  • ISBN-13: 978-3522502702

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Klappentext:
In der Nacht verwandelt sich Venedig. Das Wasser in den Kanälen flüstert leise, Schatten legen sich über die kleinen Gassen – und Francesca träumt: Immer näher und näher kommt ihr schrecklicher Verfolger, schon spürt sie seinen Atem im Nacken – und wacht schweißgebadet auf. Von ihrer Großmutter erfährt sie, dass die wiederkehrenden Albträume mit einem Familienfluch zusammenhängen. Einem tödlichen Fluch, der nicht nur sie, sondern ganz Venedig bedroht. Nur ein Buch von dämonischer Natur kann den Fluch lösen und Venedig davor bewahren, in den Fluten zu versinken. Doch um es zu finden, muss sich Francesca dem Mann aus ihren Albträumen stellen. Eine atemlose Jagd beginnt …

Über den Autor:
Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Buch und schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Janine Wilk lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Heilbronn.

Meine Meinung:
Wao, das Buch beginnt schon mit einem so rasanten Prolog. Man wird förmlich in die Geschichte hineingezogen und kommt aus dem Strudel nicht so schnell wieder heraus. So ging es mir mit „Die Schattenträumerin“. Im Prolog wird das Venedig des 17. Jahrhunderts detailliert und unglaublich rasant dargestellt. Es geschehen Dinge, die sich erst im weiteren Verlauf des Buches aufklären und einen Sinn ergeben.

Francesca ist 13 Jahre und stammt aus der di Medici Familie, welche in Italien lebt. Francesca wohnt aber mit ihrer Mutter in Deutschland. Als jedoch ihre Oma sie zu Besuch kurz nach Weihnachten einlädt, fährt Francesca voller Vorfreude auf ihre Cousine und den restlichen Familienmitgliedern nach Venedig.

Die Charaktere sind wahnsinnig gut ausgearbeitet. Die ganze Familie wächst einem mit all ihren kleinen Streitigkeiten sofort ans Herz.
Francesca ist mir von Anfang an sympathisch gewesen. Sie liest gern Horrorgeschichten, um ihre Albträume zu verarbeiten. Sie gibt sich nach außen hin extrem mutig, aber ist innerlich ängstlich und teilweise sehr verzweifelt.
Besonders toll fand ich die Rolle der dominanten Grandma,
Fiorella. Sie ist sehr auf das Wohl der Familie und besonders auf Francesca bedacht. Sie kümmert sich auf ihre eigene Weise um die Familie di Medici, obwohl sie blind ist. Sie hat einen ausgeprägten Dickschädel und lässt sich nicht helfen. Das drückt Fiorella mit einer guten Portion schwarzen Humor und Zynismus aus. Das hat mir sehr oft beim Lesen ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Sie ist einfach klasse! :)

Die Darstellung Venedigs verleiht dem Bucht eine ganz besondere Atmosphäre. Die Autorin beschreibt die Stadt der Liebe in einem ganz anderen Licht. Es ist Winter. Durch das viele Wasser liegt die Stadt im schaurigen Nebel. Die Beschreibung war so bildgewaltig, dass mir teilweise kalte Schauer bei den düsteren Nachtszenen über den Rücken gelaufen sind.

Der Schreibstil ist fließend und es treten keine Wiederholungen auf, noch besitzt dieses Buch unnötige Längen. Es ist ein urban Fantasy-Roman mit deutlichen Horroreinflüssen. Dies könnte manchen jungen Leser schon eine Gänsehaut auf den Rücken zaubern. Bei mir hat es teilweise auch geklappt. :)

Einen Stern Abzug würde ich dem Buch trotzdem geben, da das Ende teilweise extrem vorausahnend war. Das fand ich etwas enttäuschend.
***ACHTUNG SPOILER***
Auch erschien auf einmal ihre Mutter in der eigentlich evakuierten Stadt. Und das kurz nach dem großen Finale… Hm, das war etwas zu viel.

Die Gestaltung des Hardcovers passt perfekt zum Inhalt des Buches. Der Schriftzug des Buches ist auflackiert und in Blutrot gehalten. Das Titelbild zeigt einen Kanal von Venedig, in diesen verbirgt sich ein geheimnisvoller Schatten.

Fazit:
Klasse Buch, tolle und ausführlich ausgearbeitete Charaktere. Die Stimmung im Buch ist teilweise sehr schaurig Stimmung, welches die Geschichte zu einem echten Lesehighlight macht.

Jenny-Mai Nuyen
Rabenmond – Der magische Bund

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbt (22. September 2008)
  • ISBN-13: 978-3570160008

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Klappentext
Wenn der Rabenmond über den Wäldern von Wynter aufsteigt, vollziehen die Herrscher des Reichs ein uraltes Ritual: Sie toten drei Tiere, um sich deren Gestalt und Kräfte anzueignen. Das Geheimnis der Verwandlung verleiht Ihnen Unsterblichkeit und grenzenlose Macht.

Als Mion im Wald einen Fuchs erschießt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Zu ihrem Entsetzen verwandelt sich das Tier in einem Jungen mit bernsteinfarbenen Augen: Sie hat Lyrian angegriffen, den Sohn der Tyrannen von Wynter. Auf ihre Tat seht der Tod.Doch Lyrian verliebt sich in Mion und rettet sie. Nicht ahnende, dass das Mädchen von fremden Mächten auserkoren ist, die düstere Herrschaft seiner Familie für immer zu beenden…

Über den Autor
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Rabenmond ist nach Nijura das zweite Buch, welches ich von Jenny-Mai Nuyen gelesen hatte. Zwischenzeitlich habe ich von ihr Noctura begonnen, kam aber mit den ersten 100 Seiten des Buches noch nicht so richtig klar. Deshalb schnappte ich mir erst einmal Rabenmond. Noctura werde ich auf jeden Fall trotzdem bald lesen.

Selten ist mir ein Buch untergekommen, welches so eine Tiefe und Fülle von Themen behandelt. Es werden zahlreiche gesellschaftskritische Punkte, wie Macht, Politik, Arm & Reich, Unterdrückung und viele mehr, behandelt. Nie hatte ich auch nur ein Buch, welches so viele Fragen beim Lesen aufwarf. Das war keineswegs negativ. Es machte das Lesen leichter, da man unbedingt Antworten auf die Fragen suchte. Die Aufklärung dieser erfolgte dann meist einige Kapitel später.

Der Schreibstil war wie bei Nijura, sehr fließend und leicht verständlich. Jedoch ist die Sprache nicht ganz so träumerisch wie im „Elfenbuch“, da die Thematik des Buches auch deutlich düsterer ist. Die beschriebenen Landschaften und Städte sind sehr bildhaft geschildert. Nur hatte ich ich oft Orientierungsschwierigkeiten, da die Namen der Städte oder Länder sehr außergewöhnlich sind. Leider gibt es im Buch keine Karte. Diese hätte ich mir gewünscht, da man die Lange der Schauplätze besser einschätzen und den Weg der Protagonisten verfolgen kann.

Die handelnden Personen sind in ihren Charakterzügen sehr liebevoll beschrieben. Dadurch waren die Handlungen und Entscheidungen sehr gut nachvollziehbar. Jedoch ist zu sagen, dass alle Personen auf irgendeine Art ein dunkles Geheimnis in sich bergen. Das macht die Geschichte so spannend und mitreisend. Manchmal hatte ich jedoch Schwierigkeiten, die Nebenpersonen der Handlung zuzuordnen. Das war zum Beispiel bei Scarabah so. Sie hatte zu Beginn der Geschichte eine kleine Rolle und tauchte dann erst im mittleren Teil wieder auf. Durch die doch recht große Anzahl solcher Nebenpersonen hätte ich mir ein Personenregister gewünscht.

Das Cover ist wie Nijura wunderschön gestaltet. Es gibt wieder die goldenen, erhabenen Ornamente und auch der Titel ist in Gold gehalten. Das restliche Titelbild zeigt die Stadt der Handlung. Diesmal ist das Cover nicht grün, sondern blau. Wenn beide Bücher nebeneinander in Regal stehen, sieht man, dass sie von der gleichen Autorin stammen. Einzig der Buchtitel „Rabenmond – Der magische Bund“ passt überhaupt nicht zum Inhalt. Es wird nirgends von einen „Rabenmond“ gesprochen und auch gibt es keinen Magischen Bund in der Geschichte.

Fazit:
Zusammengefasst ist das wirklich ein ganz tolles Buch, welches ich nur empfehlen kann. Auf den ca. 500 Seiten passiert so viel, dass das Buch eine rasende Geschwindigkeit aufweist. Das mag ich! :)

Jenny-Mai Nuyen
Nijura – Das Erbe der Elfenkrone

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: 5 (2. August 2006)
  • ISBN-13: 978-3570130582

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Klappentext:
Als die junge Halbelfe Nill im Wald ein rätselhaftes Messer findet, ahnt sie nicht, dass sie damit zur Schlüsselfigur in einem alles bedrohenden Konflikt geworden ist. Es unglaubliches Verbrechen hat den Frieden der Welt erschüttert: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wurde von einem Menschen gestohlen! Als ihr Träger ist er unverwundbar und erlangt die blinde Ergebenheit aller Moorelfen. Verführt von seiner neuen Macht, hat der geheimnisvolle Menschenkönig bereits eine Armee Grauer Krieger um sich geschart, um die Welt mit seiner Schreckensherrschaft zu überziehen. Nur eine Waffe kann ihm Einhalt gebieten – geschmiedet aus der zauberkräftigen Halbkrone der Freien Elfen, die dem neuen König noch nicht untertan sind.

Das Messer braucht eine Trägerin – und es hat sich dafür Nill erwählt. Schnell wird Nill zum Spielball aller Mächte und Interessen. Gejagt von den Grauen Kriegern und unterstützt nur von einigen wenigen mutigen Gefährten, macht sich Nill auf die gefährliche Reise zum Turm des Königs.

Mit atemberaubender Spannung verstrickt Jenny-Mai Nuyen ihre Leser in eine Fantasy-Welt voller überraschender Wendungen – und in eine bewegende Geschichte über Liebe, Loyalität und Verrat.

Über den Autor:
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Das ist das erste Buch was ich von Jenny-Mai Nuyen las und es hat mich schlicht und einfach nicht mehr losgelassen. Innerhalb 6 Tagen habe ich die rund 500 Seiten verschlungen. Für mich war das ein rasendes Tempo, da ich arbeitsbedingt nur ca. 2-3 Bücher dieser Dicke im Monat schaffe. Nijura konnte ich einfach nicht aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht.

Die Geschichte ist vollgepackt mit ungeahnten Verstrickungen und Wendungen. Auch die Kapitel sind eher kurz gehalten, was mich dazu verführte: „ach nur noch ein Kapitel…“ oder „ach das Nächste hat nur paar Seiten, dass schaff ich noch vor dem Schlafen gehen…“

Hinzu kam das gute Tempo des Buches. Nur gegen Ende wurde es mir etwas zu schnell. Die Handlung überschlug sich regelrecht auf den letzten 60-80 Seiten. Da hätte ich mir ruhig ein etwas langsameres Tempo gewünscht und dafür gerne mehr Seiten. :)

Die Schreibweise war manchmal sehr poetisch, was dem Lesefluss aber nicht beeinträchtigte und wunderbar zum Inhalt passte. Beispielsweise kommen Sätze wie „… der Himmel trug einen Umhang aus lila-blauen Samt.“ recht häufig vor. Das regt zum Träumen an und man befindet sich regelrecht mit den Gedanken im Buch.

Das Volk der Elfen mit all ihren Traditionen stand im Mittelpunkt von Nijura. Sie waren sehr plastisch mit einem tollen Sinn für Details beschrieben. Jenny-Mai Nuyen legte auch großen Wert auf bildhaften Vergleichen wie: „…die Oberfläche spiegelglatt und schwarz wie polierter Stein.

Die Autorin hat ein außergewöhnliches Geschick, die „bösen“ Protagonisten der Geschichte auf den Leser sympathisch wirken zu lassen. Obwohl sie ihre Macht ausnutzen und die Welt ins Chaos stützen wollen, tun sie es aus einem menschlichen Grund. Die Vorgeschichte dieser wird am Beginn des Buches ganz genau beschrieben, was wiederum das Handeln der Personen erklärt und in gewisser Weise rechtfertigt.

Das ganze Buch ist als Handcover wunderschön gestaltet. Die Schrift und Ornamente sind in Gold gehalten und erhaben ausgeprägt. Als Hintergrund ist der grüne Elfenwald dargestellt. Es lohnt sich schon wegen der Gestaltung das Hardcover statt das Taschenbuch zu kaufen!

Fazit:
Jenny-Mai Nuyen hat mit ihrem Debütroman ein wundervolles Werk geschaffen, was zurecht 4 Sterne verdient hat. Ich werde auf alle Fälle weitere Bücher von ihr lesen und freue mich auf ähnliche Spannung und Fantasie!

Eine absolutes Lesehighlight was zurecht mit den ganz „Großen“ mithalten kann. Mir persönlich hat es sogar mehr gefallen als Eragon. Ein klasse Buch,welches ich mir auch als tollen Film vorstellen könnte.

Patrick Rothfuss
Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag

  • Gebundene Ausgabe: 863 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 14. (September 2008)
  • ISBN-13: 978-3608938159
  • Originaltitel: The Name of the Wind

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Klappentext:
»Vielleicht habt ihr von mir gehört« … von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot – »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Im Mittelpunkt dieses Leseabenteuers steht ein großer Magier und leidenschaftlicher Wissenschaftler, ein Musiker, dessen Lieder die Sänger zum Weinen bringen … und ein schüchterner Liebhaber.

Mit Der Name des Windes legt Patrick Rothfuss den ersten Teil der Königsmörder-Chronik-Trilogie vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegte. Der Bestseller-Autor Terry Brooks schreibt: »Der Name des Windes stellt das Debüt eines Autors dar, den wir lieber im Auge behalten sollten.« Das Magazin »The Onion« gibt den Lesern folgenden Rat: »Stellen Sie Der Name des Windes neben “Der Herr der Ringe” ins Regal und erwarten Sie den Tag, an dem beide in einem Atemzug genannt werden, vielleicht als Erste unter Gleichen.«

2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

In The New York Times Book Review, Bestseller mass-market fiction, Platz 11, 8.4.2008

Über den Autor:
Patrick Rothfuss, geboren 1973 in Wisconsin, unterrichtet als Universitätsdozent und lebt in Wisconsin. In seiner Freizeit schreibt er satirische Kolumnen und versucht sich in Alchemie. »Der Name des Windes« ist sein erster Roman.

2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet.

Meine Meinung:
Erst haben mich die über 850 Seiten des Buches abgeschreckt, aber da es so viele klasse Rezensionen erhalten hatte, wollte ich es auch unbedingt lesen. Ich habe es nicht bereut, denn solch eine Story hatte ich noch nie gelesen. Sie ist komplett neu und das begeistert sofort.

Patrick Rothfuss hat sich sehr viel Zeit genommen auf Details einzugehen. Genau von diesen Details lebt das Buch und fasziniert den Leser besonders. Die Geschichte wird aus der Sicht des Protagonisten Kvothe erzählt, und ein Chronist soll diese niederschreiben. Dabei wechselt die Erzählweise der Kapitel zwischen dem erwachsenen Kvothe als Gastwirt und Kvothe dem Kind.

Patrick Rothfuss beschreibt alle Personen und deren Charakterzüge mit einer außergewöhnlichen Sorgfalt. Zu Beginn erleben wir einen lebensfrohen, neugierigen Kvothe. Dieser wandelt sich im Laufe der Story in einen düsteren, zurückgezogenen Protagonisten. An anderen Stellen ist er wiederum sensibel und einfühlsam. Auch lernt der Leser ihn als humorvollen, pflichtbewussten Menschen kennen. Man leitet förmlich mit Kvothe mit. Diese unterschiedlichen Charakterzüge weiß der Autor geschickt in die Geschichte einzuweben und sie machen Kvothe sympathisch und menschlich.

Nicht nur Kvothe wird so detailreich und präzise geschildert, auch alle anderen Protagonisten besitzen eine solche Tiefe. Durch diese Vielschichtigkeit gelingt es dem Leser ganz schnell in die Geschichte hinein zu finden und von der ersten Seite ein „Zuschauer“ der Geschehnisse zu werden.

Durch die facettenreiche, tiefgründige Erzählweise ist der Schreibstil des Autors anspruchsvoll aber an keiner Stelle langweilig oder übertrieben.

Die Covergestaltung des gebundenen Buches ist wunderschön. Es passt perfekt zum Inhalt. Der Schriftzug ist etwas erhaben mit glänzenden Lack oder ähnlichen gedruckt. Das Buch ist echt eine Augenweite! Ganz klasse finde ich, wenn Lesebändchen am Buch sind. Welches in diesem Fall in bordeauxrot gehalten ist. :)

Fazit:
Alle Fans der High Fantasy werden dieses Buch verschlingen. Patrick Rothfuss hat mich mit seinem Debütroman gepackt und gefesselt. Ich werde auf alle Fälle die beiden Folgebände lesen und hoffe, dass diese mir eben so gut gefallen.


Folgebände:
Die Furcht des Weisen, Teil 1: Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag
Die Furcht des Weisen, Teil 2: Die Königsmörder-Chronik. Zweiter Tag

Jonathan Stroud
Bartimäus: Das Amulett von Samarkand

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: 2 (7. Juni 2004)
  • ISBN-13: 978-3570127759

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Kurzbeschreibung
Sie sind ein Team wider Willen. Aber gemeinsam unschlagbar!
»Dämonen sind überaus heimtückisch. Sie fallen dir in den Rücken, sobald sich ihnen auch nur die geringste Gelegenheit dazu bietet. Hast du verstanden?«
Und ob Nathanael verstanden hat. Er weiß genau, was es mit der Macht von Dämonen auf sich hat. Aus diesem Grund hat er sich ja für Bartimäus entschieden, den 5.000 Jahre alten, ebenso scharfsinnigen wie spitzzüngigen Dschinn. Nathanael braucht einen mächtigen Mitspieler für seinen Plan, denn er will sich rächen! Der Auftrag an Bartimäus ist klar: Er soll das Amulett von Samarkand stehlen, das im Besitz von Simon Lovelace ist.
Doch Nathanael hat keine Ahnung, wie gefährlich dieses Amulett ist. Bevor er und Bartimäus sich versehen, geraten sie in einen reißenden Strudel mörderisch-magischer Intrigen.

Über den Autor
Jonathan Stroud wurde 1970 im englischen Bedford geboren. Er schreibt Geschichten, seit er sieben Jahre alt ist. Er arbeitete zunächst als Lektor für Kindersachbücher. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin von Kinderbüchern, und den gemeinsamen Kindern Isabelle und Arthur in der Nähe von London.

Meine Meinung:
Ein Buch voller Menschen, die nur nach Macht streben und dabei jeden wehtun oder unterwerfen, der ihnen in den Weg kommt.

Nathanael, ein junger extrem kluger Zauberlehrling beschwört im Geheimen einen Dschinn, einen Dämon der höheren Klasse. Dieser, Bartimäus, soll aus Rache einen anderen Zauberer ein wertvolles Amulett stehlen. Das gelingt Bartimäus auch, aber Natanael begeht einen großen Fehler, als der Dschinn seinen Namen erfährt. Somit hat Bartimäus Macht über den Zauberlehrling und die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Die Handlungen aller Protagonisten ist nur darauf aufgebaut Macht zu erlangen. Macht über andere und Macht an Reichtum oder Wissen. Alle Handlungen der Personen waren für mich so unvorstellbar skrupellos und unschlüssig. Somit wirkten alle Protagonisten (außer vielleicht die Ehefrau des Zaubermeisters) total naiv und unsympathisch auf den Leser. Selbst Nathanael, der der eigentliche Held der Geschichte sein soll, wird mit der Zeit nur noch zum nervenden Bengel, der eine doofe Handlung nach der nächsten begeht Er hat nichtmal eine kleine Sehnsucht nach Freunde oder eine Familie…

Die Story zog sich manchmal echt in die Länge. Sie hätte bei weitem auf die Hälfte der Seiten gepasst. Auch die Fußnoten, welche wohl lustiges Hintergrundwissen von Bartimäus vermitteln sollten, waren für meinen Lesefluss absolut hinderlich. Diese wären viel besser im Text gekommen.

Ich bin ein wirklicher Liebhaber von Fantasyliteratur, aber dieses Buch ging gar nicht…

Fazit:
Von diesem Buch bin ich absolut enttäuscht worden. Ich habe so viel Gutes darüber gehört und wollte auch alle vier Bücher lesen. Nun habe ich gerade einmal den 1. Band geschafft und 2 & 3 stehen im Regal. Werden da wohl auch sehr lange stehen, denn ich weiß noch nicht, ob ich sie lesen werde. Für mich war das Buch reine Zeitverschwendung. Ich war mehrmals drauf und dran es abzubrechen. Aber die guten Rezensionen ermunterten mich es durchzulesen und mir vom kompletten Buch eine Meinung zu bilden.
Es hat nur einen Stern verdient, da Bartimäus’ fiese Sprüche manchmal echt genial lustig waren. Meinen Kindern würde ich es trotzdem nicht zum Lesen geben…