Jonathan Stroud
Bartimäus: Das Amulett von Samarkand

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: 2 (7. Juni 2004)
  • ISBN-13: 978-3570127759

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Kurzbeschreibung
Sie sind ein Team wider Willen. Aber gemeinsam unschlagbar!
»Dämonen sind überaus heimtückisch. Sie fallen dir in den Rücken, sobald sich ihnen auch nur die geringste Gelegenheit dazu bietet. Hast du verstanden?«
Und ob Nathanael verstanden hat. Er weiß genau, was es mit der Macht von Dämonen auf sich hat. Aus diesem Grund hat er sich ja für Bartimäus entschieden, den 5.000 Jahre alten, ebenso scharfsinnigen wie spitzzüngigen Dschinn. Nathanael braucht einen mächtigen Mitspieler für seinen Plan, denn er will sich rächen! Der Auftrag an Bartimäus ist klar: Er soll das Amulett von Samarkand stehlen, das im Besitz von Simon Lovelace ist.
Doch Nathanael hat keine Ahnung, wie gefährlich dieses Amulett ist. Bevor er und Bartimäus sich versehen, geraten sie in einen reißenden Strudel mörderisch-magischer Intrigen.

Über den Autor
Jonathan Stroud wurde 1970 im englischen Bedford geboren. Er schreibt Geschichten, seit er sieben Jahre alt ist. Er arbeitete zunächst als Lektor für Kindersachbücher. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin von Kinderbüchern, und den gemeinsamen Kindern Isabelle und Arthur in der Nähe von London.

Meine Meinung:
Ein Buch voller Menschen, die nur nach Macht streben und dabei jeden wehtun oder unterwerfen, der ihnen in den Weg kommt.

Nathanael, ein junger extrem kluger Zauberlehrling beschwört im Geheimen einen Dschinn, einen Dämon der höheren Klasse. Dieser, Bartimäus, soll aus Rache einen anderen Zauberer ein wertvolles Amulett stehlen. Das gelingt Bartimäus auch, aber Natanael begeht einen großen Fehler, als der Dschinn seinen Namen erfährt. Somit hat Bartimäus Macht über den Zauberlehrling und die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Die Handlungen aller Protagonisten ist nur darauf aufgebaut Macht zu erlangen. Macht über andere und Macht an Reichtum oder Wissen. Alle Handlungen der Personen waren für mich so unvorstellbar skrupellos und unschlüssig. Somit wirkten alle Protagonisten (außer vielleicht die Ehefrau des Zaubermeisters) total naiv und unsympathisch auf den Leser. Selbst Nathanael, der der eigentliche Held der Geschichte sein soll, wird mit der Zeit nur noch zum nervenden Bengel, der eine doofe Handlung nach der nächsten begeht Er hat nichtmal eine kleine Sehnsucht nach Freunde oder eine Familie…

Die Story zog sich manchmal echt in die Länge. Sie hätte bei weitem auf die Hälfte der Seiten gepasst. Auch die Fußnoten, welche wohl lustiges Hintergrundwissen von Bartimäus vermitteln sollten, waren für meinen Lesefluss absolut hinderlich. Diese wären viel besser im Text gekommen.

Ich bin ein wirklicher Liebhaber von Fantasyliteratur, aber dieses Buch ging gar nicht…

Fazit:
Von diesem Buch bin ich absolut enttäuscht worden. Ich habe so viel Gutes darüber gehört und wollte auch alle vier Bücher lesen. Nun habe ich gerade einmal den 1. Band geschafft und 2 & 3 stehen im Regal. Werden da wohl auch sehr lange stehen, denn ich weiß noch nicht, ob ich sie lesen werde. Für mich war das Buch reine Zeitverschwendung. Ich war mehrmals drauf und dran es abzubrechen. Aber die guten Rezensionen ermunterten mich es durchzulesen und mir vom kompletten Buch eine Meinung zu bilden.
Es hat nur einen Stern verdient, da Bartimäus’ fiese Sprüche manchmal echt genial lustig waren. Meinen Kindern würde ich es trotzdem nicht zum Lesen geben…