Josephine Angelini
Göttlich verdammt

  • Gebundene Ausgabe: 494 Seiten
  • Verlag: Dressler (Mai 2011)
  • ISBN-13: 978-3791526256
  • Originaltitel: Starcrossed

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Klappentext:
Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem Vater auf Nantucket. Auf der Insel ist nicht viel los und in den Sommerferien versinkt Helen in Langeweile. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Großfamilie Delos auf die Insel zieht. Alle Familienmitglieder sind ausgesprochen attraktiv und die ganze Insel ist hin und weg von den Neuankömmlingen. Alle außer Helen. Sie spürt von Anfang an großes Misstrauen gegenüber den Unbekannten.

Im Schlaf wird Helen plötzlich von düsteren Albträumen heimgesucht: Es begegnen ihr dort drei unheimliche Frauen, die Rache nehmen wollen – woran, bleibt ihr vorerst ein Rätsel. Als Helen den gleichaltrigen Lucas Delos zum ersten mal sieht, spürt sie wieder die Gegenwart der drei Frauen, die sie dazu drängen, Lucas anzugreifen. Und Helen geht tatsächlich auf ihn los. Was dahintersteckt, erfährt sie erst nach und nach. Denn Lucas und Helen teilen ein gemeinsames göttliches Schicksal; sie sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf der Mächte auszulösen – und das, indem sie sich ineinander verlieben!

Über den Autor:
Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.

Meine Meinung:
Handlung:
Es dauert zwar etwas bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt, aber dafür ist die Vorgeschichte von Helen mit Liebe zum Detail geschrieben. Man kann sich dadurch sehr gut in Helen hineinversetzen und ihre Handlungen nachvollziehen. Zu Beginn werden so viele Fragen um Helen aufgeworfen: Wieso wacht sie jedes mal mit blutverschmierten Füßen aus ihren Albträumen auf? Wer sind die drei Frauen, von denen Helen verfolgt wird? Wieso kann Helen viel schneller laufen, als alle Jungen ihrer Klasse und kommt dabei noch nicht mal aus der Puste?

Fragen über Fragen, die sich erst allmählich im Laufe der Geschichte klären. Genau das macht die Story so spannend und hält sie am Leben. Man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil man förmlich in den Seiten eintaucht.

Zum Ende hin wird die Erzählweise ziemlich schnell und rasant, was total gut mit den kraftvollen Kämpfen der Protagonisten zusammenspielt.

Auch ist das Buch, trotz dass es eine Trilogie ist, eine in sich abgeschlossene Geschichte. Am Schluss werden zwar ein paar Andeutungen auf die Fortsetzung gemacht, aber es endet ich mit einem Cliffhanger. Trotzdem würde ich am liebsten gleich Band 2 im Anschluss lesen.

Wundervoll wurde auch die Thematik der griechischen Mythologie in die moderne Story eingewoben. Zum Teil steckt fundiertes Geschichtswissen dahinter, aber einiges ist von der Autorin frei erfunden. Das tut der Story aber keinen Abbruch.

Charaktere:
Die Hauptperson Helen ist ein sehr schüchternes Mädchen, dass um keinen Preis auffallen möchte. Die 16-jährige hat große Angst vor Menschenansammlungen und geht am liebsten jedem aus den Weg. Daher ist Helen nicht sehr beliebt in der Schule und hat auch kaum Freunde. Umso besser versteht sie sich mit ihrem Vater. Helens Mutter ist kurz nach ihrer Geburt verschwunden und sie wurde von ihrem Vater aufgezogen. Daher sind sie so ein gutes Team und verstehen sich.

Familie Delos zieht eines Tages auf die Insel. Es ist eine Großfamilie mit vielen Kindern in Helens Alter. Familie Delos hält trotz kleinerer Rangeleien der Jungen felsenfest zusammen. Jeder ist für den anderen da und jeder wird respektiert. Selbst auf die kleine Cassandra, die Jüngste im Bunde, wird gehört. Auch Helen wird gleich aufgenommen und herzlich umsorgt, besonders von Lucas’ Mutter.

Sehr toll und lustig fand ich die Freunde von Helen: Claire und Matt. Claire ist Japanerin und hat immer einem frechen Spruch auf Lager. Sie lässt sich trotz ihrer zierlichen Art so schnell nicht unterdrücken.

Eigentlich sind alle Personen dem Leser unheimlich sympatisch. Man spürt sofort den Zusammenhalt der Familie und Freunde.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist eher jugendlich gehalten und leicht zu verstehen. Daher lässt sich das Buch schnell runter lesen. Auch die frechen Sprüche von Claire oder den Delos-Brüdern lockern die Story mit Witz und Humor unheimlich auf.

Cover:
Das Cover passt wunderbar zum Inhalt. Helen ist dargestellt und die Schrift ist etwas griechisch angehaucht, aber trotzdem noch modern und grafisch toll ausgearbeitet. Im Großen und Ganzen ist die Gestaltung des Covers auf die griechische Geschichte bezogen.

Fazit:
Ich will mehr! Am liebsten würde ich gleich im Anschluss die beiden Folgebände lesen. Band 2 ist jedoch bei mir noch nicht eingezogen und Band 3 erscheint erst 2013. :(

Jenny-Mai Nuyen
Die Sturmjäger von Aradon – Magierlicht

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Cbt (25. Oktober 2010)
  • ISBN-13:978-3570160626

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Klappentext:
Im Lebendigen Land tobt ein magischer Krieg ungeahnten Ausmaßes und die junge Sturmjägerin Hel gerät zwischen alle Fronten. Denn die Magiergilde, in deren Auftrag sie auf Dämonenjagd unterwegs ist, verdächtigt Hel, selbst ein Totenlicht in sich zu tragen. Eines der Lichter, die dazu beitragen, den Untergang der Menschheit herbeizuführen. Der Magier Olowain will sie einer lebensgefährlichen Probe aussetzen und im letzten Moment naht Rettung – von Mercurin, dem Dämon mit den Augen voller Unendlichkeit, den sie eigentlich bekämpfen muss. Doch als die Elfen, Hüter der Macht in Hellesdîm, ihren besten Freund Nova in ihre Gewalt nehmen, muss Hel sich entscheiden. Folgt sie dem Ruf der Elfen oder rettet sie Nova und alles, was ihr bisher wichtig war?

Über den Autor:
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Handlung:
Von der Handlung möchte ich nicht so viel verraten, weil ich sonst evtl. etwas aus Band 1 verrate. Nur so viel: Band 2 ist deutlich düsterer und dunkler als Feenlicht. Man merkt, dass sich die Geschichte zuspitzt und nun bald zum Finale kommt. Was ich jedoch verwirrend finde ist, dass es eigentlich eine Trilogie werden sollte. Jedoch ist das Ende für mich so final und rund, dass ich mir nicht vorstellen kann, noch ein weiteres Buch anzuhängen… Aber wir dürfen gespannt sein. Sollten mehr Bücher dieser Reihe erscheinen, werde ich sie natürlich lesen. Bei Jenny-Mai Nuyen-Büchern kann ich eh nicht mehr NEIN sagen. :D

Charaktere:
Alle Charaktere aus Feenlich haben auch in Magierlicht wieder ihren Auftritt. Es kommen auch einige neue hinzu. Selbst die Söldner, die im Band 1 noch etwas auf der Strecke blieben, haben nun etwas mehr Raum erhalten.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist mit dem aus Feenlicht fast identisch. War Feenlich jedoch noch sehr bunt und farbenfroh geschrieben, ist der Schreibstil bei Magierlicht eindeutig dunkler, düsterer und etwas brutaler. Zu detaillierten Gewaltszenen kommt es jedoch nicht, sodass das Buch auch von der jüngeren Generation gut zu lesen ist.

Cover:
Das Cover ist an die Gestaltung vom Vorgängerband orientiert. Man sieht, dass die Bücher zusammen gehören. Magierlicht ist jedoch nicht grün, sondern blau gehalten. Auch die dargestellte Person auf dem Titel hat blaue Haare. Im Ganzen wirkt das Buch stimmig und wunderschön. Das Hardcover gefällt mir persönlich besser, als das Taschenbuch, aber das ist Geschmackssache. :)

Fazit:
Klasse Fortsetzung! Nur ist die Geschichte in sich schon so beendet, dass es wohl keine weiteren Bände geben soll, obwohl die Autorin eine Trilogie angestrebt hat. Aber man weiß ja nie… :)