Gesa Schwartz

  • Gebundene Ausgabe: 716 Seiten
  • Verlag: Lyx (8. April 2011)
  • ISBN-13: 978-3802583049

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Ein Traum, geboren aus den Sehnsüchten der Nacht, geweit im Blut der Ewigkeit, durch Schlachten und Tränen der Zeit gewandert, um dich zu finden – dich und dein… Herz.“
(Seite 89)

Klappentext:
Ein Jahr ist vergangen, seit der Gargoyle Grim und die junge Sterbliche Mia den mächtigen Magier Seraphin besiegten. Doch nun wird die Welt erneut von Unheil bedroht. Grausame Morde geschehen in der Oberwelt von Paris, und Grim erkennt schnell, dass die Ereignisse nur eine Vorwarnung für etwas weitaus Schrecklicheres sind: Eine uralte Macht wartet darauf, entfesselt zu werden und das Antlitz der Welt für immer zu verändern …

Über den Autor:
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Sie lebt in der Nähe von Hamburg.

Meine Meinung:
Handlung:
Im zweiten Band Das Erbe des Lichts müssen Grim und seine Freunde wieder gegen die Bösen kämpfen. Diesmal geht es aber nicht darum die Gargoylestadt Ghrogonia unter Paris zu retten, sonder gleich die ganze Welt der Menschen. Denn es droht die kriegerische Übernahme der Feen. Dabei macht das Gespann der Freunde auch einen Abstecher Irland. Hier fließen sehr viele irische Sagen und Gepflogenheiten in die Geschichte ein. Da hat die Autorin sehr gute Arbeit geleistet. Das finde ich sehr schön umgesetzt und in die Geschichte eingewoben.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war der ständige Kampf oder das Einmischen der Schattenalben. Auf der Reise folgen so viele Kämpfe, dass es eigentlich nur noch langatmig und vorhersehbar wird. Da hätte sich man ruhig ein paar Seiten sparen können, denn um die Handlung voran zu bringen, hat das gar nichts dazu beigetragen.
Aber nichts desto trotz war die Story spannend und fließend erzählt. Man hat bis zum Schluss mit den Helden mitgefiebert.

Charaktere:
Unsere Hauptcharaktere wie Grim, Mia, Remis und sogar Jakob treffen wir natürlich auch im Band zwei Grim: Das Erbe des Lichts wieder. Sie sind alle einem so sehr ans Herz gewachsen. Dabei bleiben sie auch im Folgeband sympathisch und vielschichtig. Was toll ist, dass man Im Laufe der Geschichte merkt, welche Weiterentwicklung die Protagonisten durchlaufen haben. Mia wird erwachsen und kann sich immer besser durchsetzen und ihre Magie kontrollieren. Grim wirkt nicht mehr ganz so kühl und unnahbar. Remis, mein Liebling! ;) sorgt für mehr als nur einen Lacher im Buch.
Es kommen aber auch neue tolle Charaktere hinzu. Zum einen gibt es den Zwerg Hortensius. Er ist grummlig, besserwisserisch und kann Grim nicht leiden. Zu Beginn war mir dieser mürrische Zwerg nicht sympathisch, aber im Laufe der Geschichte nimmt er einen ganz besonderen Platz ein…
Zum anderen ist Carven, Hortensius’ Lehrling, dazu gekommen. Er ist zu Beginn ein ängstlicher kleiner Junge, der aber im Laufe der Geschichte über sich hinaus wächst.
Weiterhin treffen wir auf Feen, Alben und viele andere magische Geschöpfe.

Schreibstil:
Wie schon aus dem ersten Band „Das Siegel des Feuers“ generiert Gesa Schwartz mit Hilfe ihres unglaublich bildgewaltigen Schreibstils die Bilder wie von selbst im Kopf. Dem Leser fällt es somit leicht, direkt in die Geschichte zu fallen und sich die Szenen vorzustellen. Jedoch wirkt dadurch der Fluss der Geschichte zum Teil etwas in die Länge gezogen, was aber Geschmackssache ist.
Im Gegensatz zum ersten Teil ist der Schreibstil jedoch um einiges brutaler und düsterer. Die Kämpfe sind schon sehr blutig und detailliert beschrieben. Wer also schnell Albträume bekommt, sollte dieses Buch nicht direkt vor dem Schlafengehen lesen. ;)

Cover:
Das Hardcover ist wieder wunderschön träumerisch gestaltet. Es ist in Anlehnung zum ersten Buch diesmal in Blau gehalten. Im Vordergrund ist wieder Grim zu sehen, im Hintergrund eine Stadt und ein überdimensionaler Mond. Grim: Das Erbe des Lichts sieht klasse aus.
Nur ist mir aufgefallen, dass der Horizont schief ist??? In meiner fotografischen Ausbildung wurde mir eingetrichtert: Auf jedem Bild muss der Horizont waagerecht sein! Aber ok… Künstlerische Freiheit. :)

Fazit:
Ein tiefgründiges Buch voller Liebe zum Detail und einer guten Portion Magie und fantastischer Wesen! Eine Empfehlung für alle Fantasyfans, die zwischen Vampir- oder Werwolf-Romanen auch sich von Gargoyles, Feen oder Zwergen hinreisen lassen. Diese Buchserie hat ein sehr großes Potenzial für weitere Bände! Ich kann nur jedem empfehlen mal reinzulesen, aber bitte mit Band eins „Das Siegel des Feuers“ beginnen! :)

Weitere Titel der Autorin:
Grim: Das Siegel des Feuers

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