Catherine Fisherincarceron

  • Verlag: Penhaligon Verlag
  • ISBN-13: 978-3-7645-3080-8
  • Format: Hardcover
  • Seiten: 480
  • Erscheinungsdatum: 18. März 2013
  • Genre: High Fantasy (Jugend)
  • Originaltitel: Incarceron

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Kurzbeschreibung:
Sein Körper ist gefangen, doch sein Herz ist frei

Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt … (Quelle: Verlag)

Über den Autor:
Catherine Fisher ist die Autorin vieler fantastischer Kinder- und Jugendbücher sowie zweier preisgekrönter Gedichtbände. Mit Incarceron gelang ihr der große internationale Durchbruch. Catherine Fisher lebt und schreibt in Wales. (Quelle: Verlag)

Meine Meinung:
Handlung und Schauplätze:
In der Geschichte gibt es zwei Hauptschauplätze: Incaceron und „Außerhalb“. Als Außerhalb wird alles bezeichnet, was nicht in Incarceron ist. Incarceron ist ein Gefängnis. Aber kein typisches Gefängnis, denn es ist riesengroß. Leider waren die Beschreibungen dessen nicht so detailliert, wie ich es mir gewünscht hätte, somit kann ich auch nicht genau sagen, wie Incarceron eigentlich aussieht. Es gibt enge, modrige und dunkle Gänge… Aber im Gegensatz dazu wird auch von großen Ebenen erzählt, welche unsere Hauptpersonen mit einem Flugobjekt überwinden. Auch von hohen Türmen und tiefen Schluchten ist die Rede. Jedoch ist nie der Himmel zu sehen. Hier hätte ich mir sehr gern mehr bildhafte Details gewünscht, denn der Ansatz ist richtig gut und spannend.

Außerhalb ist eher im mittelalterlichen Zeitalter anzusiedeln, welches jedoch mit fantastischen Inhalten und Elementen ergänzt wurde. Es gibt Schlösser, eine Königin und Prinzen. Jedoch werden sehr viele hoch technische Gerätschaften, welche das Ganze richtig spannend und interessant gestalten, von den Personen eingesetzt.

Storytechnisch kommt das Buches erst auf den letzten Seiten richtig in Fahrt, was schon schade ist, denn die Thematik verspricht so viel Spannung und Action, aber es plätschert so vor sich hin… Man sollte also etwas geduldig sein, bis handlungsmäßig Spannung auf kommt und ich mag eher schnelle, actionreiche Bücher wo viel Handlung passiert.

Charaktere:
Mit den Charakteren konnte ich mich leider nicht so gut anfreunden, da mir auch hier wieder die Detailtiefe extrem fehlte.

Finn ist ein Insasse Incarcerons. Er hat das Gedächtnis an seine Kindheit verloren. Er ist der einzige Charakter, welchen ich wirklich mochte und sympathisch fand. Finn steht zu seinen Freunden und würde alles für Sie tun. Er ist sehr sensibel und der tragische Held der Geschichte.

Claudia ist die Tochter des Gefängnishüters. Sie war mir leider nicht sehr sympathisch und kam mir sehr zickig und egoistisch vor. Sie soll den Sohn der Königin heiraten, aber da kommt sie einem Geheimnis auf die Schliche, welches die ganze Situation auf den Kopf stellen könnte. Leider konnte ich die Handlungen und Denkweise Claudias nicht immer nachvollziehen, was wahrscheinlich auch dem zuzuschreiben ist, dass man ihre Vorgeschichte nicht so gut kennenlernt. Für mich war sie ein kleines, auf sich bedachtes Prinzesschen.

Schreibstil:
Leider konnte der Schreibstil nicht so ganz mitreißen. Er ist nicht schlecht, nur fehlen mir an ganz vielen Stellen die tiefgründigeren Beschreibungen der Gegend und der Gefühle der Protagonisten. Es soll ja nicht alles bis ins kleinste Detail aufgeschlüsselt werden, aber wenn ich die Geschichte durchgelesen hab und immer noch kein Bild Incarcerons vor Augen habe, passt das nicht ganz zusammen. Auch kann ich mir selbst nach Abschluss des Buches Claudia noch nicht richtig bildlich vorstellen, weil sie und alle anderen Charaktere leider für meinen Geschmack ungenügend beschrieben wurden. Das ist so schade.

Cover / Buch:
Das Buch ist mir durch sein wunderschön gestaltetes Cover auf der Buchmesse in Leipzig aufgefallen und im Gedächtnis geblieben. Es ist echt klasse gestaltet, mit seinem Schriftzug aus Zahnrädern und dem schaurig dunklen Hintergrund. Großes Lob an die Designer!

Fazit:
Leider habe ich mehr von dem Buch erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe. Es hat ein super tolles Cover und auch der Klappentext ist extrem interessant. Die Idee eines Gefängnisses, welches unheimlich groß ist und zudem seine Insassen beobachtet, hat mich total interessiert. Leider ist die Geschichte erst auf den letzten Seiten richtig spannend geworden und auch die Protagonisten waren nicht so überzeugend. Auch sind mir Beschreibungen der Umgebung, um genauer zu sein von Incarceron selbst, zu dürftig gewesen. Im Grunde eine Geschichte mit extrem viel Potential, welche leider nicht nach meinen Erwartungen umgesetzt wurde.

Grundidee 5/5
Umschreibungen 3/5
Schreibstil 3/5
Spannung 3/5
Emotionen 3/5
Charaktere 3/5

3sterne

» zur Buchwebseite:
www.randomhouse.de/Buch/Incarceron-Fliehen-heisst-sterben-Roman

» zur Verlagswebseite:
www.randomhouse.de/penhaligon/verlag.jsp

» zur Autorenwebseite:
www.catherine-fisher.com

» zur Leseprobe:
www.randomhouse.de/content/edition/excerpts/356814.pdf

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag und an Blogg dein Buch, dass ich dieses Buch lesen durfte!

            

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