Boris Pfeiffer

  • Gebundene Ausgabe: 317 Seiten
  • Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim; Auflage: 1., Auflage (1. Februar 2011)
  • ISBN-13: 978-3411071050

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Kurzbeschreibung:
Rufus ist frustriert. Schon eine ganze Weile forscht er in der Akademie des leibhaftigen Studiums vergangener Zeiten vergeblich an seinem neuen Fragment, ohne auch nur einen Schritt weiterzukommen. Ob dieser seltsame Traum etwas damit zu tun hat? Zwei Mädchen in historischen Gewändern mit blau bemalten Gesichtern begegnen ihm neuerdings im Schlaf und auch No macht plötzlich eine Entdeckung! Ein weiteres spannendes Abenteuer beginnt und führt Rufus, Filine und No in die Welt der Kelten.

Über den Autor:
Boris Pfeiffer, geboren 1964, arbeitete als Buchhändler und Antiquar, bevor er Landschaftsplanung und Linguistik studierte. Seit 1994 ist er am GRIPS Theater in Berlin tätig, hat verschiedene Theaterstücke und Drehbücher geschrieben und Regie geführt.

Meine Meinung:
Handlung:
Auch im zweiten Buch müssen Rufus, Fili und No wieder ein rasantes Abenteuer bestehen. Leider hatte ich auf den ersten 50 Seiten etwas Probleme in das Buch hinein zu finden, da es nicht gleich ganz so spannend wie das erste Buch startete. Aber hatte man diese Seiten überwunden, war die Geschichte richtig spannend und mitreißend.
Diesmal geht die Reise in die alte germanische Geschichte. Genauer gesagt zu den Kelten. Hier habe ich sogar als Erwachsene eine ganze Portion dazu gelernt, da es im Geschichtsunterricht nie ein Thema über die Kelten gab (zumindest in meiner Zeit nicht…). Im Großen und Ganzen fand ich die Thematik des Buches sehr gut gewähl, auch wenn sie dieses mal etwas düsterer angehaucht war. Wieder ein Buch, was für jüngere Leser besonders gut geeignet ist und sicherlich richtig viel Spaß macht!

Charaktere:
In alter Manier treffen wir wieder das dreier Gespann: Rufus, Fili und No. Ganz besonders gut fand ich diesmal, dass No eher im Vordergrund der Geschichte stand. Er ist total witzig und ich musste sehr oft über ihn oder seine Aktionen schmunzeln. Etwas nervig ist mir Coralia aufgefallen. Sie ist die fiese Gegenspielerin des Trios. Coralia ist überheblich, egoistisch und einfach nur unsympathisch. Aber ok, einen fiesen Charakter muss es in jeder Geschichte geben. ;)

Schreibstil:
Wie der Vorgängerband ist auch „Die Stunde des Raben“ auf ca. 300 Seiten begrenzt. Für die Zielgruppe der jüngeren Leser auf alle Fälle sehr gut, denn sie werden nicht durch einen dicken Wälzer abgeschreckt. Die Story ist spannend und mitreißend erzählt und wunderschön mit geschichtlichen Hintergrundinfos ausgeschmückt.

Cover:
Das Titelbild des Buches ist diesmal sehr düster und mythisch gestaltet. Es passt perfekt mit dem ersten Band „Die Knochen der Götter“ zusammen. Wenn man alle Bücher der Reihe im Regal hat, sind sie auf alle Fälle ein Blickfang!

Fazit:
Hat man erst einmal die ersten 50 Seiten geschafft, liest sich das Buch richtig gut. Es kommt dann echt in Fahrt und macht viel Spaß das Abenteuer mit Rufus und Co. zu bestehen. Die Story ist zwar in sich abgeschlossen, aber trotzdem empfehle ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen!

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Weitere Bücher des Autors
Die Akademie der Abenteuer: Die Knochen der Götter

Gerd Ruebenstrunk

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. Juli 2009)
  • ISBN-13: 978-3760736280

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Klappentext:
Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen . . . Von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle Buch der Antworten finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der vergessenen Bücher . . .

Über den Autor:
Gerd Ruebenstrunk ist Diplom-Psychologe und arbeitet bereits seit vielen Jahren als Kreativdirektor, Werbetexter, Konzeptioner und Redakteur. Er war unter anderem als Chefautor für die Fernsehfirma Endemol tätig. Von seinem ersten Buch hat er schon mit 20 Jahren geträumt – und es hat ihn nicht mehr losgelassen. Heute, 34 Jahre später, wird dieser Traum mit »Arthur« Wirklichkeit

Meine Meinung:
Handlung:
Ein Buch, welches von Büchern handelt. Das ist schon ein Grund, warum ich es lesen musste. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Handlung ist eine rasante Jagd durch Europa und ganz nebenbei webt der Autor historische Fakten in die Geschichte mit ein. Das ergibt eine wundervolle Kombination aus Spannung und vermitteltem Wissen, das auch nicht zu viel oder auf gedrungen wirkt. Selbst die nicht ganz so jungen Leser können hier einiges in Erfahrung bringen. ;)
Während der Geschichte begeben Arthur und Larissa sich von Deutschland nach Amsterdam und von dort aus geht es weiter nach Bologna. Immer gefolgt vom bösen Gegenspieler, der das Buch der Antworten an sich reißen möchte. Zu keiner Zeit wird die Erzählung zäh oder zieht sich. Auch überschlagen sich die Ereignisse nicht komplett. Die spannenden Verfolgungen und die Suche nach dem Buch oder Recherchezeit der geschichtlichen Hintergrundfakten ist so ausgeglichen, dass das Lesen wirklich Spaß macht und man nur so über die Seiten fliegt.
Schön fand ich auch zum Ende wieder den Bezug zum Prolog zu nehmen. Das hat die ganze Geschichte noch mehr abgerundet.

Charaktere:
Arthur ist 14 Jahre und er sagt über sich selbst: „Ich bin kein Held!“. Nur dieser eine Satz hat ausgereicht, dass er mir persönlich gleich sympathisch ist. Er ist zurückhaltend und hat Angst vor Spinnen. Trotzdem begibt er sich mit Larissa auf eine gefährliche Reise um das Buch der Antworten zu finden. Bei diesem Unternehmen stößt er oft an seine Grenzen und wächst über sich hinaus. Dieser Zwiespalt wurde so gut beschrieben, dass man teilweise richtig mit Arthur mitlitt.
Larissa ist eigentlich eher wie ein Junge. Sie interessiert sich für Technik und kann sogar Schlösser knacken, eine sehr hilfreiche Eigenschaft auf der Suche nach dem Buch der Antworten. Larissas Eltern sind laut ihrem Großvater tot, daher lebt sie auch bei ihm.
Der Bücherwurm ist Larissas Opa und hat seinen Namen, weil er Antiquar ist. Er verkauft und sammelt sehr alte Bücher. Der Bücherwurm ist es auch der Arthur und Larissa auf die Reise schickt um das Buch der Antworten zu finden.
Alles in allem sind die Figuren (auch die Nebenpersonen) sehr toll ausgearbeitet und mal erfährt viel über ihre Vorlieben und Eigenheiten. Selbst die Verschlossenheit und Geheimniskrämerei des Bücherwurms ist sehr gut umgesetzt, ohne dass zu viele Fragen aufgeworfen werden. Im Verlauf der Story erfährt man auch einige Details über die Eltern von Arthur und die von Larissa. Ein paar Details bleiben aber noch offen für die Folgebände, sind aber keine fiesen Cliffhanger.

Schreibstil:
Die Erzählweise ist der Zielgruppe angepasst. Das Buch ist eher für jüngere Leser, ab einem Alter von 10 -12 Jahren (laut amazon). Daher ist der Schreibstil leicht und jugendlich gehalten. Auch da Arthur und Larissa in der Story 14 Jahre alt sind, passt die Jungendsprache sehr gut. Es gab nur zwei Stellen, die ich etwas unpassend für die Ausdrucksweise der Kinder fand. Das ist aber nicht ganz so schlimm und einen anderen Leser fällt es vielleicht gar nicht auf. ;)

Cover:
Wow! Das Cover ist eines der schönsten und aufwändigsten Buchcover in meinem Regal. Es hat keinen Schutzumschlag, also ist das ganze Buch direkt bedruckt. Die Ecken sind erhaben geprägt und glänzen metallisch. So entsteht ein Eindruck von metallischen Beschlägen, wie es sehr alte Bücher sehr oft haben. Einfach toll. An einigen Stellen ist das „Leder“ aufgerissen und darunter kommt der Buchkarton zum Vorschein. Nicht nur Äußerlich ist dieses Buch eine Augenweite. Im Inneren verstecken sich viele Zeichnungen die direkt zur Geschichte und Handlung passen. Die Gestaltung ist rundum gelungen. Das hat der ars-Edition-Verlag super gemacht!

Hier ein kleiner Eindruck von der Buchgestaltung:

Fazit:
Eine abenteuerliche Jugendbuchreihe, die nicht nur für Kinder interessant sein wird. Man begibt sich mit Larissa und Arthur auf eine spannende und rasante Reise durch Europa und lernt ganz nebenbei geschichtliche Fakten über Amsterdam und andere historische Städte. Eine absolute Leseempfehlung!

Weitere Titel der Buchreihe:
Arthur und der Botschafter der Schatten – Band 2
Arthur und die Stadt ohne Namen – Band 3

Boris Pfeiffer
Die Akademie der Abenteuer Band 1:
Die Knochen der Götter

  • Gebundene Ausgabe: 284 Seiten
  • Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim;
    Auflage: 1., Auflage (15. Juli 2010)
  • ISBN-13: 978-3411071043

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Kurzbeschreibung:
Als Rufus die Eingangshalle der Akademie betritt, beginnt für ihn ein aufregendes Abenteuer! Das altehrwürdige Gebäude ist gefüllt mit den rätselhaftesten Fundstücken aus der Vergangenheit. Was hatte es mit diesen Scherben, Fetzen und Bruchstücken auf sich? Und warum wurden hier an der Akademie neben “Ausgestorbene Sprachen” und “Antike Schwertkunde” auch seltsam klingende Fächer wie “Gesetzmäßigkeiten der Fluten” oder “Seltene Anschwemmungsartefakte” unterrichtet? Artefakte – was sollte das überhaupt sein? Rufus, Fili und No sind dem Geheimnis auf der Spur – und schon bald durchströmen längst vergessene Szenen aus der Zeit der Pharaonen die Akademie.

Über den Autor:
Boris Pfeiffer, geboren 1964, arbeitete als Buchhändler und Antiquar, bevor er Landschaftsplanung und Linguistik studierte. Seit 1994 ist er am GRIPS Theater in Berlin tätig, hat verschiedene Theaterstücke und Drehbücher geschrieben und Regie geführt.

Meine Meinung:
Handlung:
Auch wenn die Handlung einige Parallelen zu Harry Potter aufweist, ist es doch eine ganz eigenständige Geschichte. Die Schule erinnert an Hogwarts, mit all seinen Geheimnissen im Verborgenen. Auch das Gespann der drei Freunde (Rufus, Fili und No) werfen Erinnerungen an Harry, Hermine und Ron auf. Nichts desto trotz ist es eine wundervolle Geschichte über den Zusammenhalt der Freunde und die abenteuerliche Reise in die Vergangenheit. Unsere drei Freunde geraden im ersten Band ins alte Ägypten. Genau das Richtige für mich, da ich mich sehr für die frühere ägyptische Hochkultur interessiere. Die älteren Leser werden zwar nicht so viel aus den geschilderten geschichtlichen Fakten lernen können, jedoch ist es für Schulkinder von 12-14 Jahren sicherlich sehr lehrreich. Ich hätte mich damals über so ein Buch sehr gefreut. :)

Charaktere:
Die Charaktere wachsen einen gleich ans Herz. Man fiebert mit ihnen regelrecht mit, wann sie nun neue Erkenntnisse erlangen oder vielleicht das Geheimnis gar komplett lüften. Bei den drei Hauptcharakteren musste ich sofort wieder an das Dreier-Gespann Harry, Hermine und Ron denken, denn selbst die Charakterzüge passen auf unsere drei Freunde aus Akademie der Abenteuer. Rufus ist wie Harry: neugierig. Er fühlt sich zu Beginn einsam und verlassen. Im Laufe des Buches entwickelt sich Rufus zu einem starken, selbstsicheren Charakter. Fili dagegen ist wie Hermine: klug, etwas streberhaft und sie hat immer einen schlauen Spruch auf Lager. Zudem liebt sie Bücher und das Lesen. Selbst No erinnert mich an Ron. Er ist groß und schlaksig. Zudem sorgt er für einige Lacher im Buch. Aber wenn es drauf ankommt kann No auch ganz anders…

Alle drei Hauptcharaktere schließt man gleich ins Herz. Sie sind toll!
Aber auch die Nebencharaktere sind vielfältig und wundervoll dimensional beschrieben. Die Lehrer sind alle etwas verrückt, gerade das macht die Geschichte so lebhaft. Es gibt auch einen fiesen Gegenspieler in der Story…

Schreibstil:
Die Geschichte ist eher einfach gehalten, sodass die eigentliche Zielgruppe Spaß am Lesen hat. Auf den nicht mal 300 Seiten war auch nicht viel Platz für detaillierte Ausschmückungen. Das hat der Geschichte aber nichts ausgemacht, denn man konnte die Bilder im Kopf trotzdem genau konstruieren und sich darin fallen lassen.

Cover:
Das Hardcover ist sehr jugendlich gehalten und passt perfekt zur Story. Man sieht die drei Freunde Rufus, Fili und No. Sie beobachten eine ägyptische Szenerie. Weiterhin sind auf dem Cover ägyptische Symbole wie z.B. ein Skarabäus dargestellt. Selbst die Folgebände ähneln sich untereinander. Im Regal sieht diese Reihe sicher echt klasse aus.

Fazit:
Ein spannendes, mitreisendes Abenteuerbuch nicht nur für die jüngeren Leser. Wer sich für Geschichte interessiert, kann hier vieles entdecken. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen. Den vierten Band kann man zur Zeit bei amazon vorbestellen.

Jenny-Mai Nuyen
Die Sturmjäger von Aradon – Feenlicht

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Cbt (7. September 2009)
  • ISBN-13: 978-3570160336

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Klappentext:
Aradon, wo das Land lebendig ist, sind die Völker seit jeher von Magiern abhängig. Denn nur die Magierschaft hat die Macht, Feenlichter zu schaffen, geheimnisvolle Amulette, die Lebensenergie anziehen und Schutz vor den wandelnden Bergen, lebendigen Wäldern und fressenden Wüsten bieten. Doch die Herrschaft der Magier scheint bedroht, als vier Dämonen das Land angreifen.

Um sie aufzuhalten, machen sich die junge Sturmjägerin Hel und ihre Gefährten zu einer gefährlichen Reise auf. Hel ist überzeugt, Aradon vor dem Untergang zu bewahren – bis sie dem ersten Dämon gegenübersteht. Es ist Mercurin, der rätselhafte Fremde, der ihr einst das Leben rettete…

Über den Autor
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Handlung:
In wohlbekannter Jenny-Mai Nuyen-Manier enthält die Handlung wieder eine gute Portion gesellschaftskritischer Themen parat. Ein großer Punkt ist der verschwenderische Umgang mit knappen Ressourcen. Dem Land wird Lirium entzogen nur um die Magier damit zu beliefern, dass sie Magie bewirken können. Als das Lirium knapp wird, sucht man nach weiteren Vorkommen außerhalb des Landes. Man spielt sogar mit dem Gedanken in das benachbarte Land einzufallen, nur um mehr Liruim zu erhalten. Das Thema regt zum Nachdenken an, denn in unserer heutigen Gesellschaft gibt es genug identische Beispiele.

Charaktere:
Der starke Hauptcharakter im Buch ist Hel. Sie ist ein Waisenkind, welches von einem Kapitän zur Sturmjägerin ausgebildet wurde. Sie besitzt eine ganz besondere Gabe, sie kann Lirium mit ihrer zweiten Sicht sehen. Ein Auge ist seit sie sich erinnern kann verletzt. Mit diesem Auge kann sie Leben als helles Licht sehen. Hel ist mutig, aber auf einer gewissen Art auch verletzlich. Genau diese Eigenschaften machen sie unheimlich sympathisch und man fiebert mit ihr, dass sie ihr Glück endlich findet.
Auch die anderen Charaktere wie Nova, Hels bester Freund und Begleiter, sind wundervoll beschrieben. Kaum eine Person wirkt fehl am Platz. Super witzig war Tix, ein Pixiegeist, der durch seine schelmischen Aktionen mich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Mercurin, Hels Retter, ist zu beginn eher verschlossen. Jedoch im Laufe der Wüstendurchquerung denkt man, dass man ihm besser kennen lernt. Doch falsch gedacht! Es gibt einige Wendungen im Buch, die die Handlung vorantrieben und absolut unvorhersehbar waren. Das brachte sehr viel Spannung und Tempo in die Geschichte.
Ein kleiner Punkt hat mich jedoch etwas gestört. Die Idee „die Reise der Gefährten“ war für mich von Herr der Ringe abgeschaut… Die Gefährten sind wie bei Herr der Ringe ein zusammengewürfelter Haufen aus Menschen, ein Magier, ein Zwerg und ein Ise. Aber bis auf diese Kleinigkeit steht das Buch völlig selbstständig für sich.
Weiterhin treten sehr viele fantastische Wesen wie Trolle, Elfen, Druiden und Wrauden – übergroße Katzenwesen auf.

Schreibstil:
Das Buch ist wundervoll detailiert und an einigen Stellen poetisch geschrieben, genau wie ich es von der Autorin gewöhnt bin und so sehr liebe. :) Jedoch man merkt, dass sie eine Entwicklung im Schreiben gemacht hat. War Nijura eher noch verträumt, so ist Feenlicht sehr viel tiefgründiger und die Handlung verwobener.

Cover:
Wie schon bei Nijura und Rabenmond ist auf dem Cover wieder mit sehr vielen Ornamenten aus Gold gearbeitet worden. Selbst der Schriftzug ist grafisch verspielt gestaltet und passt perfekt zu den anderen Büchern. Das sieht besonders toll im Bücherregal aus, wenn alle nebeneinander stehen. Aber eigentlich sind die Cover alle so schön, dass man diese direkt mit der Front aufreihen möchte. :)

Fazit:
Wao, spätestens nach diesem gelungenen Auftakt der Trilogie gehört Jenny-Mai Nuyen zu meinen fünf Lieblingsautoren! Die Geschichte ist voller Spannung, Action und fantastischen Wesen. Genau wie ich mir ein Fantasybuch wünsche und vorstelle.
Leider bleiben im ersten Band der Reihe einige wichtige Fragen offen. Ich bin gespannt auf die Folgebände! Band 2 „Magierlicht“ habe ich schon begonnen. Band 3 lässt leider noch etwas auf sich warten. :(

Eva Völler
Zeitenzauber – Die magische Gondel

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 4
  • ISBN-13: 978-3833900266

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Kurzbeschreibung:
Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen …

Meine Meinung:
Eva Völler hat mit Zeitenzauber einen wundervollen Zeitreiseroman erschaffen.

Der Schreibstil ist flüssig und wirkt sehr jugendlich. Somit passt es perfekt zur Zielgruppe. Das heißt aber nicht, dass Erwachsene das Buch nicht lesen können. :) Es ist humorvoll geschrieben. Witzige Momente gibt es zu genüge, aber auch Action und Spannung blieben nicht auf der Strecke. Die Geschichte war bis zum Schluss interessant.

Besonders gut gefiel mir, dass das Buch aus der Sicht der Hauptperson Anna geschrieben ist. Das macht sie zu einem unglaublich sympathischen Charakter. Aber auch die Nebencharaktere wurden sehr detailliert beschrieben. Dadurch lebt dieses Buch noch mehr.

Die Autorin versteht es auf unaufdringliche Weise, Fakten und interessante Hintergrundinformationen über das Venedig des vergangenen 15. Jahrhunderts in die Geschichte einfließen zu lassen. Dadurch erhält der Leser ein anschauliches Bild vom Venedig der Renaissance.

Besonders witzig war die Anachronismus-Blockade von Anna. Anachronismus-Blockade bedeutet, dass man in der Vergangenheit nichts über die Zukunft sagen darf. Zum Beispiel wurden moderne Begriffe wie „Toilette“ in „Abtritt“ umgewandelt. Das war eine wundervolle Idee!

Einen Kritikpunkt habe ich aber trotzdem. Leider kam der ganze Zeitreise-Aspekt etwas zu kurz. Warum, wieso, weshalb? Darüber hätte ich gern mehr erfahren.

Ok, ich gestehe. Das Buch war bei mir eindeutig ein Cover-Kauf. :)
Es ist wahnsinnig gut in Szene gesetzt und passt perfekt zum Inhalt. Der wunderschöne Vollmond im Hintergrund. Davor Anna in der Gondel. Echt klasse! Zudem fühlt sich das Buch ganz weich an. So ähnlich, als wäre es mit einer Art Gummi überzogen. Es lohnt sich, dafür einen besonderen Platz im Bücherregal zu suchen. :)

Fazit:
Ein wunderbar kurzweiliges Buch für die Ferien. Ich konnte es nicht so leicht aus der Hand legen. Es soll noch eine Fortsetzung kommen. Ein Termin gibt es zur Zeit leider noch nicht. Wobei das Buch in sich abgeschlossen ist.

Janine Wilk
Die Schattenträumerin

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (24. Januar 2012)
  • ISBN-13: 978-3522502702

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Klappentext:
In der Nacht verwandelt sich Venedig. Das Wasser in den Kanälen flüstert leise, Schatten legen sich über die kleinen Gassen – und Francesca träumt: Immer näher und näher kommt ihr schrecklicher Verfolger, schon spürt sie seinen Atem im Nacken – und wacht schweißgebadet auf. Von ihrer Großmutter erfährt sie, dass die wiederkehrenden Albträume mit einem Familienfluch zusammenhängen. Einem tödlichen Fluch, der nicht nur sie, sondern ganz Venedig bedroht. Nur ein Buch von dämonischer Natur kann den Fluch lösen und Venedig davor bewahren, in den Fluten zu versinken. Doch um es zu finden, muss sich Francesca dem Mann aus ihren Albträumen stellen. Eine atemlose Jagd beginnt …

Über den Autor:
Janine Wilk wurde am 07.07.1977 als Kind eines Musikers und einer Malerin in Mühlacker geboren. Schon von Kindesbeinen an war die Literatur sehr wichtig für sie, mit elf Jahren schrieb sie ihre ersten Geschichten. Mit Anfang zwanzig begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Buch und schon bald folgten die ersten Veröffentlichungen im Bereich Lyrik und Kurzprosa. Janine Wilk lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von Heilbronn.

Meine Meinung:
Wao, das Buch beginnt schon mit einem so rasanten Prolog. Man wird förmlich in die Geschichte hineingezogen und kommt aus dem Strudel nicht so schnell wieder heraus. So ging es mir mit „Die Schattenträumerin“. Im Prolog wird das Venedig des 17. Jahrhunderts detailliert und unglaublich rasant dargestellt. Es geschehen Dinge, die sich erst im weiteren Verlauf des Buches aufklären und einen Sinn ergeben.

Francesca ist 13 Jahre und stammt aus der di Medici Familie, welche in Italien lebt. Francesca wohnt aber mit ihrer Mutter in Deutschland. Als jedoch ihre Oma sie zu Besuch kurz nach Weihnachten einlädt, fährt Francesca voller Vorfreude auf ihre Cousine und den restlichen Familienmitgliedern nach Venedig.

Die Charaktere sind wahnsinnig gut ausgearbeitet. Die ganze Familie wächst einem mit all ihren kleinen Streitigkeiten sofort ans Herz.
Francesca ist mir von Anfang an sympathisch gewesen. Sie liest gern Horrorgeschichten, um ihre Albträume zu verarbeiten. Sie gibt sich nach außen hin extrem mutig, aber ist innerlich ängstlich und teilweise sehr verzweifelt.
Besonders toll fand ich die Rolle der dominanten Grandma,
Fiorella. Sie ist sehr auf das Wohl der Familie und besonders auf Francesca bedacht. Sie kümmert sich auf ihre eigene Weise um die Familie di Medici, obwohl sie blind ist. Sie hat einen ausgeprägten Dickschädel und lässt sich nicht helfen. Das drückt Fiorella mit einer guten Portion schwarzen Humor und Zynismus aus. Das hat mir sehr oft beim Lesen ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Sie ist einfach klasse! :)

Die Darstellung Venedigs verleiht dem Bucht eine ganz besondere Atmosphäre. Die Autorin beschreibt die Stadt der Liebe in einem ganz anderen Licht. Es ist Winter. Durch das viele Wasser liegt die Stadt im schaurigen Nebel. Die Beschreibung war so bildgewaltig, dass mir teilweise kalte Schauer bei den düsteren Nachtszenen über den Rücken gelaufen sind.

Der Schreibstil ist fließend und es treten keine Wiederholungen auf, noch besitzt dieses Buch unnötige Längen. Es ist ein urban Fantasy-Roman mit deutlichen Horroreinflüssen. Dies könnte manchen jungen Leser schon eine Gänsehaut auf den Rücken zaubern. Bei mir hat es teilweise auch geklappt. :)

Einen Stern Abzug würde ich dem Buch trotzdem geben, da das Ende teilweise extrem vorausahnend war. Das fand ich etwas enttäuschend.
***ACHTUNG SPOILER***
Auch erschien auf einmal ihre Mutter in der eigentlich evakuierten Stadt. Und das kurz nach dem großen Finale… Hm, das war etwas zu viel.

Die Gestaltung des Hardcovers passt perfekt zum Inhalt des Buches. Der Schriftzug des Buches ist auflackiert und in Blutrot gehalten. Das Titelbild zeigt einen Kanal von Venedig, in diesen verbirgt sich ein geheimnisvoller Schatten.

Fazit:
Klasse Buch, tolle und ausführlich ausgearbeitete Charaktere. Die Stimmung im Buch ist teilweise sehr schaurig Stimmung, welches die Geschichte zu einem echten Lesehighlight macht.

Jenny-Mai Nuyen
Nijura – Das Erbe der Elfenkrone

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: 5 (2. August 2006)
  • ISBN-13: 978-3570130582

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Klappentext:
Als die junge Halbelfe Nill im Wald ein rätselhaftes Messer findet, ahnt sie nicht, dass sie damit zur Schlüsselfigur in einem alles bedrohenden Konflikt geworden ist. Es unglaubliches Verbrechen hat den Frieden der Welt erschüttert: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wurde von einem Menschen gestohlen! Als ihr Träger ist er unverwundbar und erlangt die blinde Ergebenheit aller Moorelfen. Verführt von seiner neuen Macht, hat der geheimnisvolle Menschenkönig bereits eine Armee Grauer Krieger um sich geschart, um die Welt mit seiner Schreckensherrschaft zu überziehen. Nur eine Waffe kann ihm Einhalt gebieten – geschmiedet aus der zauberkräftigen Halbkrone der Freien Elfen, die dem neuen König noch nicht untertan sind.

Das Messer braucht eine Trägerin – und es hat sich dafür Nill erwählt. Schnell wird Nill zum Spielball aller Mächte und Interessen. Gejagt von den Grauen Kriegern und unterstützt nur von einigen wenigen mutigen Gefährten, macht sich Nill auf die gefährliche Reise zum Turm des Königs.

Mit atemberaubender Spannung verstrickt Jenny-Mai Nuyen ihre Leser in eine Fantasy-Welt voller überraschender Wendungen – und in eine bewegende Geschichte über Liebe, Loyalität und Verrat.

Über den Autor:
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Das ist das erste Buch was ich von Jenny-Mai Nuyen las und es hat mich schlicht und einfach nicht mehr losgelassen. Innerhalb 6 Tagen habe ich die rund 500 Seiten verschlungen. Für mich war das ein rasendes Tempo, da ich arbeitsbedingt nur ca. 2-3 Bücher dieser Dicke im Monat schaffe. Nijura konnte ich einfach nicht aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht.

Die Geschichte ist vollgepackt mit ungeahnten Verstrickungen und Wendungen. Auch die Kapitel sind eher kurz gehalten, was mich dazu verführte: „ach nur noch ein Kapitel…“ oder „ach das Nächste hat nur paar Seiten, dass schaff ich noch vor dem Schlafen gehen…“

Hinzu kam das gute Tempo des Buches. Nur gegen Ende wurde es mir etwas zu schnell. Die Handlung überschlug sich regelrecht auf den letzten 60-80 Seiten. Da hätte ich mir ruhig ein etwas langsameres Tempo gewünscht und dafür gerne mehr Seiten. :)

Die Schreibweise war manchmal sehr poetisch, was dem Lesefluss aber nicht beeinträchtigte und wunderbar zum Inhalt passte. Beispielsweise kommen Sätze wie „… der Himmel trug einen Umhang aus lila-blauen Samt.“ recht häufig vor. Das regt zum Träumen an und man befindet sich regelrecht mit den Gedanken im Buch.

Das Volk der Elfen mit all ihren Traditionen stand im Mittelpunkt von Nijura. Sie waren sehr plastisch mit einem tollen Sinn für Details beschrieben. Jenny-Mai Nuyen legte auch großen Wert auf bildhaften Vergleichen wie: „…die Oberfläche spiegelglatt und schwarz wie polierter Stein.

Die Autorin hat ein außergewöhnliches Geschick, die „bösen“ Protagonisten der Geschichte auf den Leser sympathisch wirken zu lassen. Obwohl sie ihre Macht ausnutzen und die Welt ins Chaos stützen wollen, tun sie es aus einem menschlichen Grund. Die Vorgeschichte dieser wird am Beginn des Buches ganz genau beschrieben, was wiederum das Handeln der Personen erklärt und in gewisser Weise rechtfertigt.

Das ganze Buch ist als Handcover wunderschön gestaltet. Die Schrift und Ornamente sind in Gold gehalten und erhaben ausgeprägt. Als Hintergrund ist der grüne Elfenwald dargestellt. Es lohnt sich schon wegen der Gestaltung das Hardcover statt das Taschenbuch zu kaufen!

Fazit:
Jenny-Mai Nuyen hat mit ihrem Debütroman ein wundervolles Werk geschaffen, was zurecht 4 Sterne verdient hat. Ich werde auf alle Fälle weitere Bücher von ihr lesen und freue mich auf ähnliche Spannung und Fantasie!

Eine absolutes Lesehighlight was zurecht mit den ganz „Großen“ mithalten kann. Mir persönlich hat es sogar mehr gefallen als Eragon. Ein klasse Buch,welches ich mir auch als tollen Film vorstellen könnte.

Jonathan Stroud
Bartimäus: Das Amulett von Samarkand

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: 2 (7. Juni 2004)
  • ISBN-13: 978-3570127759

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Kurzbeschreibung
Sie sind ein Team wider Willen. Aber gemeinsam unschlagbar!
»Dämonen sind überaus heimtückisch. Sie fallen dir in den Rücken, sobald sich ihnen auch nur die geringste Gelegenheit dazu bietet. Hast du verstanden?«
Und ob Nathanael verstanden hat. Er weiß genau, was es mit der Macht von Dämonen auf sich hat. Aus diesem Grund hat er sich ja für Bartimäus entschieden, den 5.000 Jahre alten, ebenso scharfsinnigen wie spitzzüngigen Dschinn. Nathanael braucht einen mächtigen Mitspieler für seinen Plan, denn er will sich rächen! Der Auftrag an Bartimäus ist klar: Er soll das Amulett von Samarkand stehlen, das im Besitz von Simon Lovelace ist.
Doch Nathanael hat keine Ahnung, wie gefährlich dieses Amulett ist. Bevor er und Bartimäus sich versehen, geraten sie in einen reißenden Strudel mörderisch-magischer Intrigen.

Über den Autor
Jonathan Stroud wurde 1970 im englischen Bedford geboren. Er schreibt Geschichten, seit er sieben Jahre alt ist. Er arbeitete zunächst als Lektor für Kindersachbücher. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin von Kinderbüchern, und den gemeinsamen Kindern Isabelle und Arthur in der Nähe von London.

Meine Meinung:
Ein Buch voller Menschen, die nur nach Macht streben und dabei jeden wehtun oder unterwerfen, der ihnen in den Weg kommt.

Nathanael, ein junger extrem kluger Zauberlehrling beschwört im Geheimen einen Dschinn, einen Dämon der höheren Klasse. Dieser, Bartimäus, soll aus Rache einen anderen Zauberer ein wertvolles Amulett stehlen. Das gelingt Bartimäus auch, aber Natanael begeht einen großen Fehler, als der Dschinn seinen Namen erfährt. Somit hat Bartimäus Macht über den Zauberlehrling und die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Die Handlungen aller Protagonisten ist nur darauf aufgebaut Macht zu erlangen. Macht über andere und Macht an Reichtum oder Wissen. Alle Handlungen der Personen waren für mich so unvorstellbar skrupellos und unschlüssig. Somit wirkten alle Protagonisten (außer vielleicht die Ehefrau des Zaubermeisters) total naiv und unsympathisch auf den Leser. Selbst Nathanael, der der eigentliche Held der Geschichte sein soll, wird mit der Zeit nur noch zum nervenden Bengel, der eine doofe Handlung nach der nächsten begeht Er hat nichtmal eine kleine Sehnsucht nach Freunde oder eine Familie…

Die Story zog sich manchmal echt in die Länge. Sie hätte bei weitem auf die Hälfte der Seiten gepasst. Auch die Fußnoten, welche wohl lustiges Hintergrundwissen von Bartimäus vermitteln sollten, waren für meinen Lesefluss absolut hinderlich. Diese wären viel besser im Text gekommen.

Ich bin ein wirklicher Liebhaber von Fantasyliteratur, aber dieses Buch ging gar nicht…

Fazit:
Von diesem Buch bin ich absolut enttäuscht worden. Ich habe so viel Gutes darüber gehört und wollte auch alle vier Bücher lesen. Nun habe ich gerade einmal den 1. Band geschafft und 2 & 3 stehen im Regal. Werden da wohl auch sehr lange stehen, denn ich weiß noch nicht, ob ich sie lesen werde. Für mich war das Buch reine Zeitverschwendung. Ich war mehrmals drauf und dran es abzubrechen. Aber die guten Rezensionen ermunterten mich es durchzulesen und mir vom kompletten Buch eine Meinung zu bilden.
Es hat nur einen Stern verdient, da Bartimäus’ fiese Sprüche manchmal echt genial lustig waren. Meinen Kindern würde ich es trotzdem nicht zum Lesen geben…

Stefan Seitz
Das Unkrautland – Auf den Spuren der Nebelfee – Band 1

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Cleon Verlag; Auflage: 5. (November 2010)
  • ISBN-13: 978-3000202957

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Kurzbeschreibung:
Was passierte vor unendlichen Jahren – in jenem vergessenen Zeitalter, von dem längst keine Chronik mehr berichtet? Was war damals geschehen? Scheinbar kann es niemand beantworten! Und doch gibt es Spuren, versteckte Hinweise und geheimnisvolle Bruchstücke, die bis zum heutigen Tag im Unkrautland schlummern. Wer wird das große Rätsel entschlüsseln? Erzählt der Wald eines Tages seine Geschichte oder geben die Sümpfe ihre Geheimnisse preis? Liegen die Antworten zu all den Fragen auf dem Grunde des Sees oder einfach nur im Keller eines alten Gemäuers verborgen? Unfreiwillig und wie durch Zufall wird Primus in die Geschichte gezogen – eine Geschichte, in die er selbst, ohne es zu wissen, schon einmal verwickelt war…

Der Autor über sein Buch:
Auf den ersten Seiten erscheint das Buch zwar wie eine klassische Kindergeschichte, aber schon der Prolog deutet darauf hin, dass sich hinter der Erzählung mehr verbirgt. Das Unkrautland ist ein Märchen, in dem die Hauptpersonen einem anderen, längst vergessenen Märchen auf der Spur sind. Das ist meines Wissens nach etwas völlig neues. Der Leser gerät in ein Dickicht aus subtilen Informationen – verpackt in einer vordergründig lustigen Geschichte, die zum Mutmaßen und Kombinieren anregt. Man könnte auch sagen, die Geschichte wäre ein Puzzle! Ein Puzzle, dessen Teile sorgsam versteckt sind, und die nur darauf warten, dass jemand sie findet und richtig zusammensetzt.

Meine Meinung:
Der Leser wird sehr gemächlich in die Geschichte und somit auch in die wundervolle Fantasywelt eingeführt. Dabei zieht es sich nicht in die Länge, denn das Urkrautland wird so detailreich und liebevoll beschrieben, dass man schnell in die Geschichte entführt wird. Dabei beschreibt der Autor die skurile Welt sehr geheimnisumwobenen und mit besonderen Humor, der auch immer wieder in den Dialogen zu finden ist.

Die Prodagonisten Primus und die Hexe Plim erkunden nach und nach längst vergessene Geheimnisse. Der Leser fiebert direkt mit den beiden mit, welche Fragen als nächstes in diesem Rätzel aufkommen und wie die Lösung aussieht.

Das dritte Buch der Reihe ist mit besonders schönen Zeichnungen, die zur Handlung passen, versehen. Nur wegen der Illustrationen würde ich das Buch mir auf alle Fälle wieder kaufen!

Fazit:
Wundervolles Fantasybuch, nicht nur für Kinder. Bildhaft geschrieben und sehr schnell zu lesen. Die 3 Bücher hatte ich innerhalb 1 oder 2 Wochen durch. Sehr zu empfehlen und ein absolutes Highlight, auch zum Vorlesen! :)

Tommy Krappweis
Mara und der Feuerbringer

  • Gebundene Ausgabe: 332 Seiten
  • Verlag: Schneiderbuch (15. September 2009)
  • ISBN-13: 978-3505126468

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Kurzbeschreibung:
“NEIN! Mara schüttelte die Bilder von sich und fasste einen Entschluss: Keine. Tagträume. Mehr. Nie wieder! Ab heute würde Mara das normalste Mädchen der Welt sein. Auf Wiedersehen, Traumwelt. Guten Tag, Realität.” Die 14-jährige Mara wäre am liebsten eines: unauffällig. Ein ganz normales Mädchen. Ohne die Tagträume, die der Grund für die ständigen Hänseleien in der Schule sind. Doch gerade als sie beschließt, ihr Leben zu ändern, passiert plötzlich etwas Unglaubliches: Mara erfährt, dass sie eine der letzten Seherinnen ist. Eine Spákona. Und nur mithilfe ihrer besonderen Gabe kann sie verhindern, dass sich der Halbgott und Dämon Loki von seinen Fesseln befreit und zu einer Gefahr wird. Maras Welt gerät aus den Fugen: Wird sie es schaffen, sich dieser großen Aufgabe zu stellen?

Über den Autor:
Tommy Krappweis hat u. a. als Schauspieler, Stuntman und Moderator gearbeitet, bevor sein TV-Durchbruch mit der Comedy-Serie “RTL Samstag Nacht” kam. Danach gründete Krappweis seine eigene Filmproduktionsfirma “bumm film GmbH”. Für die Erfindung der Kultfigur “Bernd das Brot” erhielt er 2004 den Grimme-Preis. Heute arbeitet Krappweis als Autor, Scriptdoctor und Regisseur.

Meine Meinung:
folgt…

 Fazit: