Gert Ruebenstrunkder_letzte_zauberlehrling

  • Verlag: arsEdition
  • ISBN-13: 978-3760786797
  • Format: Hardcover
  • Seiten: 448
  • Erscheinungsdatum: 6. Juli 2012
  • Genre: Jugendfantasy (Urbanfantasy)

»Du darfst ruhig Angst haben«, sagte er. »Aber du darfst nicht zulassen, dass sie dein Leben bestimmt« (Seite 226)

Klappentext:
Der junge Zaubrer Humbert will in Paris einen neuen Lehrmeister finden – doch schnell stellt er fest, dass die Welt der Zauberer sich verändert hat: Kaum einer der Magier bildet mehr Lehrlinge aus, denn sie haben ihre Zauberkräfte an den reichen Unternehmer Pompignac verkauft. Doch geht es dem undurchsichtigen Geschäftsmann wirklich nur ums Geld oder steckt mehr dahinter? Die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen, als durchsickert, dass Pompignac ein gefährliches Komplott plant: Humberts neuer Lehrmeister Prometheus beschließt, die Pläne des Geschäftsmanns zu durchkreuzen – sein Lehrling schließt sich ihm an… (den letzten Satz habe ich hier einmal weggelassen, denn ich finde, er verrät zu viel :))

Über den Autor:
Gerd Ruebenstrunk, geboren 1951 in Gelsenkirchen, studierte Psychologie und Pädagogik in Hannover, Braunschweig und Bielefeld. Er arbeitet als PR-Autor sowie als freier Werbetexter und Konzepter. Gerd Ruebenstrunk lebt mit seiner Familie in Duisburg.

Meine Meinung:
Handlung und Schauplätze:
Die Handlung startet in einem kleinen französischen Dorf. Hier leben unser Protagonist Humbert und sein Lehrmeister. Gleich im ersten Kapitel wird Humbert aber nach Paris geschickt, um sich einen neuen Lehrmeister zu suchen, der ihn mehr in Sachen zaubern beibringen kann. Ja, toll Paris!, dachte ich… Doch leider treten die für Paris so bekannten Schauplätze gar nicht auf. Also es war weder die Rede vom Eiffelturm noch von anderen bekannten Plätzen. Das hatte mich etwas enttäuscht. Auf die Umgebung wird in diesem Buch gar nicht so viel Wert gelegt. Der Leser bekommt immer nur sporadische Eindrücke von der Kulisse mitgeteilt. Das finde ich etwas schade, denn ich mag Bücher, die die Szenen sehr detailliert beschreiben, denn das regt meine Fantasie besser an.

Charaktere:
Humbert ist unsere Hauptperson und man schließt ihn sofort ins Herz. Gleich im ersten Kapitel leidet man förmlich mit ihm mit, denn er möchte eigentlich nicht seinen wohlvertrauten Lehrmeister und das kleine Dorf verlassen, wo er so lange gelebt hatte. Aber er wird nach Paris geschickt, um sich einen „besseren“ Lehrmeister zu suchen. Zu Beginn ist Humbert sehr unsicher und macht sich sehr viele Sorgen, ob er in Paris wirklich Erfolg hat. Doch als er da Freunde findet und er zudem noch eine große Aufgabe erhält, wächst er über sich hinaus und wird selbstbewusster und sehr tapfer. Humbert ist nicht auf den Kopf gefallen, er ist ziemlich schlau und kann sehr gut beobachten und kombinieren.

Meister Prometheus wird Humberts neuer Lehrmeister. Er verhält sich zwar nicht wie ein Zauberer erster Klasse, sieht äußerlich auch nicht danach aus – zudem ist er dem Alkohol nicht abgeneigt – jedoch verbirgt sich in seinem Inneren ein wahrhaft guter Kern. Auch wenn er es nicht zeigt, mag er Humbert und ist stolz auf ihn.

Samira ist Prometheus’ Hausmädchen. Sie kümmert sich um alles. Im Laufe der Geschichte erfährt Humbert einige rätselhafte Dinge über Samira. Sie ist ein sehr geheimnisvoller und mysteriöser Charakter. Ich hätte sehr gern mehr über sie erfahren, aber ich glaube es folgt ein weiterer Band in dem die Geschichte um Samira weitererzählt wird. Das Ende war da doch sehr offen gelassen.

Das Werhörnchen, welches Lothar genannt werden möchte, ist eigentlich ein Dämon. Er lebt bei Prometheus und sorgt für eine Menge Unruhe und Chaos im Buch. Lothar ist einfach genial. Ich musste so oft über seinen trockenen Humor lachen. Zudem wirft er einige wirklich witzige Sprüche ein, dass man ihm einfach mögen muss.

Schreibstil:
Es ist nicht das erste Buch von Gerd Ruebenstrunk, welches ich gelesen habe. Somit konnte ich mich sehr gut auf den Schreibstil einstellen. Er ist wirklich für jüngere Leser sehr passend, da sehr viel näher erläutert oder erklärt wird. Zudem sind keine „schweren“ Satzkonstruktionen zu finden, was für Kinder im Alter von 10-14 Jahre wirklich sehr gut ist. Ich bin auch eher ein Freund von kurzen aussagekräftigen Sätzen ohne viele Verschachtlungen.
Toll fand ich auch die Idee der Kapitelüberschriften. Jedes Kapitel wurde hier kurz und prägnant zusammen gefasst ohne jedoch zu viel von der Storyline zu verraten

Cover:
Das Cover ist schon eine Augenweite. Die Farben blau und violett lassen das Buch sehr mystisch und perfekt passend zum Inhalt erscheinen. Klasse aufgemacht ist auch der silbern schimmernde Titel des Buches. Hinzu kommt die Illustration vom kleinen Humbert, wie er auf Paris zugeht. Der arsEdition Verlag hat hier einen echten Treffer in Sachen Gestaltung geliefert!

Fazit:
Ein sehr gelungenes Buch, welches sehr viel Spannung und unerwartete Wendungen beinhaltet. Es ist zudem auch mit einer gelungenen Portion trockenen Humor, welcher durch den dämonischen Protagonisten zumeist geliefert wird, ausgestattet. Da das Buch in Paris spielt, hätte ich mir jedoch erhofft, dass ein paar interessantere Schauplätze gewählt werden. Das ist im Buch leider zu kurz gekommen. Auch hätte ich mir, da gerade die jüngeren Leser angesprochen werden sollen, leichter einprägsame Namen der Personen gewünscht. Trotzdem ist dieses Buch echt lesenswert und man verbringt damit einige amüsante Stunden!

Grundidee 4/5
Umschreibungen 4/5
Schreibstil 5/5
Spannung 5/5
Emotionen 3/5
Charaktere 5/5

4sterne

zur Buchwebseite:
http://www.arsedition.de/titel-1-1/der_letzte_zauberlehrling-8679/

zur Verlagswebseite:
http://www.arsedition.de/

zur Autorenwebseite:
http://www.searchingeyes.com/

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Vielen Dank an den arsEdition Verlag und an Blogg dein Buch, dass ich dieses spannende und humorvolle Buch lesen durfte!

            

Gerd Ruebenstrunk

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: arsEdition (16. Juli 2009)
  • ISBN-13: 978-3760736280

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Klappentext:
Manche Bücher sind anders als andere Bücher. Manche Bücher haben magische Kräfte. Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen . . . Von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle Buch der Antworten finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der vergessenen Bücher . . .

Über den Autor:
Gerd Ruebenstrunk ist Diplom-Psychologe und arbeitet bereits seit vielen Jahren als Kreativdirektor, Werbetexter, Konzeptioner und Redakteur. Er war unter anderem als Chefautor für die Fernsehfirma Endemol tätig. Von seinem ersten Buch hat er schon mit 20 Jahren geträumt – und es hat ihn nicht mehr losgelassen. Heute, 34 Jahre später, wird dieser Traum mit »Arthur« Wirklichkeit

Meine Meinung:
Handlung:
Ein Buch, welches von Büchern handelt. Das ist schon ein Grund, warum ich es lesen musste. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Handlung ist eine rasante Jagd durch Europa und ganz nebenbei webt der Autor historische Fakten in die Geschichte mit ein. Das ergibt eine wundervolle Kombination aus Spannung und vermitteltem Wissen, das auch nicht zu viel oder auf gedrungen wirkt. Selbst die nicht ganz so jungen Leser können hier einiges in Erfahrung bringen. ;)
Während der Geschichte begeben Arthur und Larissa sich von Deutschland nach Amsterdam und von dort aus geht es weiter nach Bologna. Immer gefolgt vom bösen Gegenspieler, der das Buch der Antworten an sich reißen möchte. Zu keiner Zeit wird die Erzählung zäh oder zieht sich. Auch überschlagen sich die Ereignisse nicht komplett. Die spannenden Verfolgungen und die Suche nach dem Buch oder Recherchezeit der geschichtlichen Hintergrundfakten ist so ausgeglichen, dass das Lesen wirklich Spaß macht und man nur so über die Seiten fliegt.
Schön fand ich auch zum Ende wieder den Bezug zum Prolog zu nehmen. Das hat die ganze Geschichte noch mehr abgerundet.

Charaktere:
Arthur ist 14 Jahre und er sagt über sich selbst: „Ich bin kein Held!“. Nur dieser eine Satz hat ausgereicht, dass er mir persönlich gleich sympathisch ist. Er ist zurückhaltend und hat Angst vor Spinnen. Trotzdem begibt er sich mit Larissa auf eine gefährliche Reise um das Buch der Antworten zu finden. Bei diesem Unternehmen stößt er oft an seine Grenzen und wächst über sich hinaus. Dieser Zwiespalt wurde so gut beschrieben, dass man teilweise richtig mit Arthur mitlitt.
Larissa ist eigentlich eher wie ein Junge. Sie interessiert sich für Technik und kann sogar Schlösser knacken, eine sehr hilfreiche Eigenschaft auf der Suche nach dem Buch der Antworten. Larissas Eltern sind laut ihrem Großvater tot, daher lebt sie auch bei ihm.
Der Bücherwurm ist Larissas Opa und hat seinen Namen, weil er Antiquar ist. Er verkauft und sammelt sehr alte Bücher. Der Bücherwurm ist es auch der Arthur und Larissa auf die Reise schickt um das Buch der Antworten zu finden.
Alles in allem sind die Figuren (auch die Nebenpersonen) sehr toll ausgearbeitet und mal erfährt viel über ihre Vorlieben und Eigenheiten. Selbst die Verschlossenheit und Geheimniskrämerei des Bücherwurms ist sehr gut umgesetzt, ohne dass zu viele Fragen aufgeworfen werden. Im Verlauf der Story erfährt man auch einige Details über die Eltern von Arthur und die von Larissa. Ein paar Details bleiben aber noch offen für die Folgebände, sind aber keine fiesen Cliffhanger.

Schreibstil:
Die Erzählweise ist der Zielgruppe angepasst. Das Buch ist eher für jüngere Leser, ab einem Alter von 10 -12 Jahren (laut amazon). Daher ist der Schreibstil leicht und jugendlich gehalten. Auch da Arthur und Larissa in der Story 14 Jahre alt sind, passt die Jungendsprache sehr gut. Es gab nur zwei Stellen, die ich etwas unpassend für die Ausdrucksweise der Kinder fand. Das ist aber nicht ganz so schlimm und einen anderen Leser fällt es vielleicht gar nicht auf. ;)

Cover:
Wow! Das Cover ist eines der schönsten und aufwändigsten Buchcover in meinem Regal. Es hat keinen Schutzumschlag, also ist das ganze Buch direkt bedruckt. Die Ecken sind erhaben geprägt und glänzen metallisch. So entsteht ein Eindruck von metallischen Beschlägen, wie es sehr alte Bücher sehr oft haben. Einfach toll. An einigen Stellen ist das „Leder“ aufgerissen und darunter kommt der Buchkarton zum Vorschein. Nicht nur Äußerlich ist dieses Buch eine Augenweite. Im Inneren verstecken sich viele Zeichnungen die direkt zur Geschichte und Handlung passen. Die Gestaltung ist rundum gelungen. Das hat der ars-Edition-Verlag super gemacht!

Hier ein kleiner Eindruck von der Buchgestaltung:

Fazit:
Eine abenteuerliche Jugendbuchreihe, die nicht nur für Kinder interessant sein wird. Man begibt sich mit Larissa und Arthur auf eine spannende und rasante Reise durch Europa und lernt ganz nebenbei geschichtliche Fakten über Amsterdam und andere historische Städte. Eine absolute Leseempfehlung!

Weitere Titel der Buchreihe:
Arthur und der Botschafter der Schatten – Band 2
Arthur und die Stadt ohne Namen – Band 3