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Hi an alle Bücherliebhaber!

Auf einigen englischen YouTube-Kanälen kursiert ein Tag, der sich “Rainbow Spines” nennt. Hier steht zur Aufgabe, Bücher herauszusuchen, welche die Farben des Regenbogens ergeben. Da wollte ich auch mitmachen und voilà, los geht’s. Sieht mein Bücherturm nicht toll aus? ;)

Violett
Für die Farbe “Violett” habe ich mir – wie soll es auch anders sein – ein Cassandra Clare-Buch geschnappt. Hier der 4. Band der Mortal Instruments (oder auf Deutsch “Chroniken der Unterwelt“)-Reihe. Ich habe es schon soooo oft gesagt, lest das Buch! Die Reihe ist klasse!

Blau
Und gleich nochmal Cassadra Clare, aber hier mit der Infernal Devices-Reihe. Clockwork Prince habe ich im Januar gelesen und bis her ist es mein Jahreshighlight!!! Aber Clockwork Princess muss ich ja noch lesen… ;)

Grün
Nijura von Jenny Mai Nuyen ist ein tolles Fantasybuch. Hier geht es um Freundschaft und die Athmosphäre im Buch wird super toll beschrieben. Kann ich nur weiterempfehlen.

Gelb
Plötzlich Fee von Julie Kagawa ist auch eine meiner Lieblingsreihen und hätte mir eine Arbeitskollegin nicht die Bücher empfohlen, ich hätte sie wohl nie gelesen. Aber die Feenwelt ist bezaubernd und die Geschichte echt toll!

Orange
Für die Farbe Orange konnte ich leider nur ein “annäherndes Orange” finden… Göttlich verliebt ist der finale Band in der Trilogie und echt spannend mit doch einigen unerwarteten Ereignissen.

Rot
Welches Buchcover würde hier besser passen als Tintenherz von Cornelia Funke. Der Auftakt der Tintenwelt-Trilogie ist klasse, aber die beiden Folgebände konnten mich noch mehr fesseln. Eine ganz tolle Reihe, nicht nur für Kinder.

Zusatz: Schwarz und Weiß gehören eigentlich nicht zu den Regenbogenfarben und sind genau genommen auch keine richtigen Farben. *klugsch*** Aber ich wollte die Bücher gern mit zeigen… :)

Schwarz
SO WHAT von Metallica ist ein MUST HAVE für jeden Metallica-Fan. Ein ganz tolles Buch mit extrem vielen Fotos und Hintergrundwissen. Es ist ein tolles Buch zum Stöbern und ich nehme es sehr oft zur Hand. Das Buch habe ich schon soooo lange. Damals in meiner Schulzeit musste ich es mir hart ersparen, denn es ist leider nicht günstig… :( Es ist wohl das teuerste Buch (abgesehen von ein paar Fachbüchern) in meiner Sammlung.

Weiß
Und nun ein Buch, welches ich noch nicht mal gelesen habe: die Biografie von Steve Jobs. Mich interessieren eigentlich gar keine Biografien, aber diese wollte ich unbedingt haben. Irgendwann lese ich sie sicherlich, da mich die Person – Steve Jobs – sehr interessiert.

So wir sind durch…. *wink*

Hier folgen jetzt meine TOP5 Lieblingsbücher, welche ich 2012 gelesen habe. Ich weiß, einige Bücher sind nicht im Jahre 2012 erschienen, aber ich bin jetzt erst dazu gekommen, diese zu lesen. :)

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1. Clockwork Angel von Cassandra Clare
Dieses Buch bietet einfach alles: Eine extrem gute Portion Spannung, liebevoll gezeichnete  Charaktere, eine klasse Atmosphäre und actionreiche Kampfszenen mit Monstern und Dämonen. Ich kann das zweite Buch kaum erwarten (es ist schon erhältlich). Das dritte Buch kommt im März 2013 in englisch raus.
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2. Daugher of Smoke & Bone von Laini Taylor
Eine absolute Überraschung war dieses Buch! Es entführt in eine ganz andere Welt, das hatte ich bisher in noch keinem Buch auf diese Art und Weise gelesen. Nicht nur die schaurig schöne Stimmung von Prag lässt es zum Pageturner werden, sondern auch die kreativen Fantasywesen und die sympatische Hauptfigur.
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3. Plötzlich Fee – Reihe von Julie Kagawa
Eine ganz tolle Fantasy-Reihe, welche mit verträumten aber auch gefährlichen Orten des Nimmernie aufwartet. Hinzu kommen die humorvollen Protagonisten und eine etwas egoistische Katze…
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4. Göttlich verdammt von Josephine Angelini
Kaum einer kennt dieses Buch noch nicht. Wer sich für griechische Mythologie und Götter interessiert, gepaart mit Highschool-Schülern, eine Menge Action und flotten Sprüchen, ist mit diesem Buch bestens unterhalten. Band 3 der Trilogie kommt im März 2013 raus. Ich freu mich auf das Finale!
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5. Das Unkrautland von Stefan Seitz
Eine spannende und witzige Kinderbuchreihe, welche aber auch Erwachsene lesen können. Der Autor hat hier eine Welt geschaffen, welche so detailliert und bezaubernd ist, dass ich diese Bücher sicher noch einmal lesen werde. Sie eignen sich besonders für die Weihnachtszeit. Im dritten Buch der Trilogie wird die Story zudem mit liebevollen Zeichnungen unterstützt
.

Weitere tolle Bücher 2012:
6. Firelight von Sophie Jordan
7. Grim von Gesa Schwartz
8. The Mortal Instruments Reihe (ganz besonders City of Glass) von Cassandra Clare
9. Nijura von Jenny Mai Nuyen
10. Die Chroniken der Weltensucher-Reihe von Thomas Thiemeyer

Jenny-Mai Nuyen
Die Sturmjäger von Aradon – Magierlicht

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Cbt (25. Oktober 2010)
  • ISBN-13:978-3570160626

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Klappentext:
Im Lebendigen Land tobt ein magischer Krieg ungeahnten Ausmaßes und die junge Sturmjägerin Hel gerät zwischen alle Fronten. Denn die Magiergilde, in deren Auftrag sie auf Dämonenjagd unterwegs ist, verdächtigt Hel, selbst ein Totenlicht in sich zu tragen. Eines der Lichter, die dazu beitragen, den Untergang der Menschheit herbeizuführen. Der Magier Olowain will sie einer lebensgefährlichen Probe aussetzen und im letzten Moment naht Rettung – von Mercurin, dem Dämon mit den Augen voller Unendlichkeit, den sie eigentlich bekämpfen muss. Doch als die Elfen, Hüter der Macht in Hellesdîm, ihren besten Freund Nova in ihre Gewalt nehmen, muss Hel sich entscheiden. Folgt sie dem Ruf der Elfen oder rettet sie Nova und alles, was ihr bisher wichtig war?

Über den Autor:
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Handlung:
Von der Handlung möchte ich nicht so viel verraten, weil ich sonst evtl. etwas aus Band 1 verrate. Nur so viel: Band 2 ist deutlich düsterer und dunkler als Feenlicht. Man merkt, dass sich die Geschichte zuspitzt und nun bald zum Finale kommt. Was ich jedoch verwirrend finde ist, dass es eigentlich eine Trilogie werden sollte. Jedoch ist das Ende für mich so final und rund, dass ich mir nicht vorstellen kann, noch ein weiteres Buch anzuhängen… Aber wir dürfen gespannt sein. Sollten mehr Bücher dieser Reihe erscheinen, werde ich sie natürlich lesen. Bei Jenny-Mai Nuyen-Büchern kann ich eh nicht mehr NEIN sagen. :D

Charaktere:
Alle Charaktere aus Feenlich haben auch in Magierlicht wieder ihren Auftritt. Es kommen auch einige neue hinzu. Selbst die Söldner, die im Band 1 noch etwas auf der Strecke blieben, haben nun etwas mehr Raum erhalten.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist mit dem aus Feenlicht fast identisch. War Feenlich jedoch noch sehr bunt und farbenfroh geschrieben, ist der Schreibstil bei Magierlicht eindeutig dunkler, düsterer und etwas brutaler. Zu detaillierten Gewaltszenen kommt es jedoch nicht, sodass das Buch auch von der jüngeren Generation gut zu lesen ist.

Cover:
Das Cover ist an die Gestaltung vom Vorgängerband orientiert. Man sieht, dass die Bücher zusammen gehören. Magierlicht ist jedoch nicht grün, sondern blau gehalten. Auch die dargestellte Person auf dem Titel hat blaue Haare. Im Ganzen wirkt das Buch stimmig und wunderschön. Das Hardcover gefällt mir persönlich besser, als das Taschenbuch, aber das ist Geschmackssache. :)

Fazit:
Klasse Fortsetzung! Nur ist die Geschichte in sich schon so beendet, dass es wohl keine weiteren Bände geben soll, obwohl die Autorin eine Trilogie angestrebt hat. Aber man weiß ja nie… :)

Jenny-Mai Nuyen
Die Sturmjäger von Aradon – Feenlicht

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Cbt (7. September 2009)
  • ISBN-13: 978-3570160336

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Klappentext:
Aradon, wo das Land lebendig ist, sind die Völker seit jeher von Magiern abhängig. Denn nur die Magierschaft hat die Macht, Feenlichter zu schaffen, geheimnisvolle Amulette, die Lebensenergie anziehen und Schutz vor den wandelnden Bergen, lebendigen Wäldern und fressenden Wüsten bieten. Doch die Herrschaft der Magier scheint bedroht, als vier Dämonen das Land angreifen.

Um sie aufzuhalten, machen sich die junge Sturmjägerin Hel und ihre Gefährten zu einer gefährlichen Reise auf. Hel ist überzeugt, Aradon vor dem Untergang zu bewahren – bis sie dem ersten Dämon gegenübersteht. Es ist Mercurin, der rätselhafte Fremde, der ihr einst das Leben rettete…

Über den Autor
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Handlung:
In wohlbekannter Jenny-Mai Nuyen-Manier enthält die Handlung wieder eine gute Portion gesellschaftskritischer Themen parat. Ein großer Punkt ist der verschwenderische Umgang mit knappen Ressourcen. Dem Land wird Lirium entzogen nur um die Magier damit zu beliefern, dass sie Magie bewirken können. Als das Lirium knapp wird, sucht man nach weiteren Vorkommen außerhalb des Landes. Man spielt sogar mit dem Gedanken in das benachbarte Land einzufallen, nur um mehr Liruim zu erhalten. Das Thema regt zum Nachdenken an, denn in unserer heutigen Gesellschaft gibt es genug identische Beispiele.

Charaktere:
Der starke Hauptcharakter im Buch ist Hel. Sie ist ein Waisenkind, welches von einem Kapitän zur Sturmjägerin ausgebildet wurde. Sie besitzt eine ganz besondere Gabe, sie kann Lirium mit ihrer zweiten Sicht sehen. Ein Auge ist seit sie sich erinnern kann verletzt. Mit diesem Auge kann sie Leben als helles Licht sehen. Hel ist mutig, aber auf einer gewissen Art auch verletzlich. Genau diese Eigenschaften machen sie unheimlich sympathisch und man fiebert mit ihr, dass sie ihr Glück endlich findet.
Auch die anderen Charaktere wie Nova, Hels bester Freund und Begleiter, sind wundervoll beschrieben. Kaum eine Person wirkt fehl am Platz. Super witzig war Tix, ein Pixiegeist, der durch seine schelmischen Aktionen mich oft zum Schmunzeln gebracht hat.
Mercurin, Hels Retter, ist zu beginn eher verschlossen. Jedoch im Laufe der Wüstendurchquerung denkt man, dass man ihm besser kennen lernt. Doch falsch gedacht! Es gibt einige Wendungen im Buch, die die Handlung vorantrieben und absolut unvorhersehbar waren. Das brachte sehr viel Spannung und Tempo in die Geschichte.
Ein kleiner Punkt hat mich jedoch etwas gestört. Die Idee „die Reise der Gefährten“ war für mich von Herr der Ringe abgeschaut… Die Gefährten sind wie bei Herr der Ringe ein zusammengewürfelter Haufen aus Menschen, ein Magier, ein Zwerg und ein Ise. Aber bis auf diese Kleinigkeit steht das Buch völlig selbstständig für sich.
Weiterhin treten sehr viele fantastische Wesen wie Trolle, Elfen, Druiden und Wrauden – übergroße Katzenwesen auf.

Schreibstil:
Das Buch ist wundervoll detailiert und an einigen Stellen poetisch geschrieben, genau wie ich es von der Autorin gewöhnt bin und so sehr liebe. :) Jedoch man merkt, dass sie eine Entwicklung im Schreiben gemacht hat. War Nijura eher noch verträumt, so ist Feenlicht sehr viel tiefgründiger und die Handlung verwobener.

Cover:
Wie schon bei Nijura und Rabenmond ist auf dem Cover wieder mit sehr vielen Ornamenten aus Gold gearbeitet worden. Selbst der Schriftzug ist grafisch verspielt gestaltet und passt perfekt zu den anderen Büchern. Das sieht besonders toll im Bücherregal aus, wenn alle nebeneinander stehen. Aber eigentlich sind die Cover alle so schön, dass man diese direkt mit der Front aufreihen möchte. :)

Fazit:
Wao, spätestens nach diesem gelungenen Auftakt der Trilogie gehört Jenny-Mai Nuyen zu meinen fünf Lieblingsautoren! Die Geschichte ist voller Spannung, Action und fantastischen Wesen. Genau wie ich mir ein Fantasybuch wünsche und vorstelle.
Leider bleiben im ersten Band der Reihe einige wichtige Fragen offen. Ich bin gespannt auf die Folgebände! Band 2 „Magierlicht“ habe ich schon begonnen. Band 3 lässt leider noch etwas auf sich warten. :(

Jenny-Mai Nuyen
Rabenmond – Der magische Bund

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbt (22. September 2008)
  • ISBN-13: 978-3570160008

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Klappentext
Wenn der Rabenmond über den Wäldern von Wynter aufsteigt, vollziehen die Herrscher des Reichs ein uraltes Ritual: Sie toten drei Tiere, um sich deren Gestalt und Kräfte anzueignen. Das Geheimnis der Verwandlung verleiht Ihnen Unsterblichkeit und grenzenlose Macht.

Als Mion im Wald einen Fuchs erschießt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Zu ihrem Entsetzen verwandelt sich das Tier in einem Jungen mit bernsteinfarbenen Augen: Sie hat Lyrian angegriffen, den Sohn der Tyrannen von Wynter. Auf ihre Tat seht der Tod.Doch Lyrian verliebt sich in Mion und rettet sie. Nicht ahnende, dass das Mädchen von fremden Mächten auserkoren ist, die düstere Herrschaft seiner Familie für immer zu beenden…

Über den Autor
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Rabenmond ist nach Nijura das zweite Buch, welches ich von Jenny-Mai Nuyen gelesen hatte. Zwischenzeitlich habe ich von ihr Noctura begonnen, kam aber mit den ersten 100 Seiten des Buches noch nicht so richtig klar. Deshalb schnappte ich mir erst einmal Rabenmond. Noctura werde ich auf jeden Fall trotzdem bald lesen.

Selten ist mir ein Buch untergekommen, welches so eine Tiefe und Fülle von Themen behandelt. Es werden zahlreiche gesellschaftskritische Punkte, wie Macht, Politik, Arm & Reich, Unterdrückung und viele mehr, behandelt. Nie hatte ich auch nur ein Buch, welches so viele Fragen beim Lesen aufwarf. Das war keineswegs negativ. Es machte das Lesen leichter, da man unbedingt Antworten auf die Fragen suchte. Die Aufklärung dieser erfolgte dann meist einige Kapitel später.

Der Schreibstil war wie bei Nijura, sehr fließend und leicht verständlich. Jedoch ist die Sprache nicht ganz so träumerisch wie im „Elfenbuch“, da die Thematik des Buches auch deutlich düsterer ist. Die beschriebenen Landschaften und Städte sind sehr bildhaft geschildert. Nur hatte ich ich oft Orientierungsschwierigkeiten, da die Namen der Städte oder Länder sehr außergewöhnlich sind. Leider gibt es im Buch keine Karte. Diese hätte ich mir gewünscht, da man die Lange der Schauplätze besser einschätzen und den Weg der Protagonisten verfolgen kann.

Die handelnden Personen sind in ihren Charakterzügen sehr liebevoll beschrieben. Dadurch waren die Handlungen und Entscheidungen sehr gut nachvollziehbar. Jedoch ist zu sagen, dass alle Personen auf irgendeine Art ein dunkles Geheimnis in sich bergen. Das macht die Geschichte so spannend und mitreisend. Manchmal hatte ich jedoch Schwierigkeiten, die Nebenpersonen der Handlung zuzuordnen. Das war zum Beispiel bei Scarabah so. Sie hatte zu Beginn der Geschichte eine kleine Rolle und tauchte dann erst im mittleren Teil wieder auf. Durch die doch recht große Anzahl solcher Nebenpersonen hätte ich mir ein Personenregister gewünscht.

Das Cover ist wie Nijura wunderschön gestaltet. Es gibt wieder die goldenen, erhabenen Ornamente und auch der Titel ist in Gold gehalten. Das restliche Titelbild zeigt die Stadt der Handlung. Diesmal ist das Cover nicht grün, sondern blau. Wenn beide Bücher nebeneinander in Regal stehen, sieht man, dass sie von der gleichen Autorin stammen. Einzig der Buchtitel „Rabenmond – Der magische Bund“ passt überhaupt nicht zum Inhalt. Es wird nirgends von einen „Rabenmond“ gesprochen und auch gibt es keinen Magischen Bund in der Geschichte.

Fazit:
Zusammengefasst ist das wirklich ein ganz tolles Buch, welches ich nur empfehlen kann. Auf den ca. 500 Seiten passiert so viel, dass das Buch eine rasende Geschwindigkeit aufweist. Das mag ich! :)

Jenny-Mai Nuyen
Nijura – Das Erbe der Elfenkrone

  • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
  • Verlag: cbj; Auflage: 5 (2. August 2006)
  • ISBN-13: 978-3570130582

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Klappentext:
Als die junge Halbelfe Nill im Wald ein rätselhaftes Messer findet, ahnt sie nicht, dass sie damit zur Schlüsselfigur in einem alles bedrohenden Konflikt geworden ist. Es unglaubliches Verbrechen hat den Frieden der Welt erschüttert: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wurde von einem Menschen gestohlen! Als ihr Träger ist er unverwundbar und erlangt die blinde Ergebenheit aller Moorelfen. Verführt von seiner neuen Macht, hat der geheimnisvolle Menschenkönig bereits eine Armee Grauer Krieger um sich geschart, um die Welt mit seiner Schreckensherrschaft zu überziehen. Nur eine Waffe kann ihm Einhalt gebieten – geschmiedet aus der zauberkräftigen Halbkrone der Freien Elfen, die dem neuen König noch nicht untertan sind.

Das Messer braucht eine Trägerin – und es hat sich dafür Nill erwählt. Schnell wird Nill zum Spielball aller Mächte und Interessen. Gejagt von den Grauen Kriegern und unterstützt nur von einigen wenigen mutigen Gefährten, macht sich Nill auf die gefährliche Reise zum Turm des Königs.

Mit atemberaubender Spannung verstrickt Jenny-Mai Nuyen ihre Leser in eine Fantasy-Welt voller überraschender Wendungen – und in eine bewegende Geschichte über Liebe, Loyalität und Verrat.

Über den Autor:
Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. Als großer Fantasy-Fan hat Jenny-Mai Nuyen alles verschlungen, was es an literarischen Vorbildern gab: von Lloyd Alexander über Michael Ende bis zu Jonathan Stroud und Christopher Paolini. Seit ihrem literarischen Debüt Nijura – Das Erbe der Elfenkrone wird sie als eine der aufregendsten Entdeckungen der letzten Jahre gefeiert. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

Meine Meinung:
Das ist das erste Buch was ich von Jenny-Mai Nuyen las und es hat mich schlicht und einfach nicht mehr losgelassen. Innerhalb 6 Tagen habe ich die rund 500 Seiten verschlungen. Für mich war das ein rasendes Tempo, da ich arbeitsbedingt nur ca. 2-3 Bücher dieser Dicke im Monat schaffe. Nijura konnte ich einfach nicht aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weiter geht.

Die Geschichte ist vollgepackt mit ungeahnten Verstrickungen und Wendungen. Auch die Kapitel sind eher kurz gehalten, was mich dazu verführte: „ach nur noch ein Kapitel…“ oder „ach das Nächste hat nur paar Seiten, dass schaff ich noch vor dem Schlafen gehen…“

Hinzu kam das gute Tempo des Buches. Nur gegen Ende wurde es mir etwas zu schnell. Die Handlung überschlug sich regelrecht auf den letzten 60-80 Seiten. Da hätte ich mir ruhig ein etwas langsameres Tempo gewünscht und dafür gerne mehr Seiten. :)

Die Schreibweise war manchmal sehr poetisch, was dem Lesefluss aber nicht beeinträchtigte und wunderbar zum Inhalt passte. Beispielsweise kommen Sätze wie „… der Himmel trug einen Umhang aus lila-blauen Samt.“ recht häufig vor. Das regt zum Träumen an und man befindet sich regelrecht mit den Gedanken im Buch.

Das Volk der Elfen mit all ihren Traditionen stand im Mittelpunkt von Nijura. Sie waren sehr plastisch mit einem tollen Sinn für Details beschrieben. Jenny-Mai Nuyen legte auch großen Wert auf bildhaften Vergleichen wie: „…die Oberfläche spiegelglatt und schwarz wie polierter Stein.

Die Autorin hat ein außergewöhnliches Geschick, die „bösen“ Protagonisten der Geschichte auf den Leser sympathisch wirken zu lassen. Obwohl sie ihre Macht ausnutzen und die Welt ins Chaos stützen wollen, tun sie es aus einem menschlichen Grund. Die Vorgeschichte dieser wird am Beginn des Buches ganz genau beschrieben, was wiederum das Handeln der Personen erklärt und in gewisser Weise rechtfertigt.

Das ganze Buch ist als Handcover wunderschön gestaltet. Die Schrift und Ornamente sind in Gold gehalten und erhaben ausgeprägt. Als Hintergrund ist der grüne Elfenwald dargestellt. Es lohnt sich schon wegen der Gestaltung das Hardcover statt das Taschenbuch zu kaufen!

Fazit:
Jenny-Mai Nuyen hat mit ihrem Debütroman ein wundervolles Werk geschaffen, was zurecht 4 Sterne verdient hat. Ich werde auf alle Fälle weitere Bücher von ihr lesen und freue mich auf ähnliche Spannung und Fantasie!

Eine absolutes Lesehighlight was zurecht mit den ganz „Großen“ mithalten kann. Mir persönlich hat es sogar mehr gefallen als Eragon. Ein klasse Buch,welches ich mir auch als tollen Film vorstellen könnte.