Maggie Stiefvater

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: PAN (9. September 2009)
  • ISBN-13: 978-3426283103
  • Originaltitel: Lament. The Fairy Queen’s Deception

Kurzbeschreibung:
Luke flüsterte mir ins Ohr, so nah, dass seine Lippen mein Haar streiften: »Sag mir, dass du mich wiedersehen willst.« Eigentlich ist Deirdre eine ganz normale Sechzehnjährige – und ganz ehrlich: Sie findet ihr Leben gerade ein bisschen langweilig. Doch dann hat sie immer öfter seltsame Träume. Immer wieder taucht darin ein faszinierender Junge auf, dessen geheimnisvolle Augen Deirdre verzaubern. Als ihr Luke eines Tages leibhaftig gegenübersteht, wird Deirdres Leben ausgesprochen aufregend … aber gleichzeitig schwebt sie nun in großer Gefahr. Sind ihre Gefühle für Luke stark genug, um einen uralten Fluch zu brechen? Spannend, geheimnisvoll, romantisch: Eine wunderbare Geschichte über geheime Wünsche und die Macht der Liebe!

Über den Autor:Maggie Stiefvater, geboren 1981, führt in Virginia mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern ein “wildes Hippie-Leben”, wie sie es selbst nennt. Maggie arbeitet als Schriftstellerin und Künstlerin, mag Rock, besonders Celtic-Rock, und alte Autos. Wie Deidre und Luke, die Helden in ihren Romanen “Lamento – Im Bann der Feenkönigin” und “Ballade – Tanz der Feen” ist auch Maggie sehr musikalisch und spielt Harfe und Flöte.

Meine Meinung:
Charaktere:
Deidre eher ein langweiliges, unscheinbares Mädchen. Sie geht noch zur High School und ist sehr musikalisch begabt. Um genauer zu sein: Sie ist eine kleine Perfektionistin. Leider ging mir diese Eigenschaft im Laufe des Buches schon ein bisschen auf die Nerven. Hinzu kommt noch eine sehr naive Einstellung. Diese Kombination beider Eigenschaften macht sie nicht grade als Hauptcharakter und eigentliche Heldin der Story sympathisch. Auch nimmt Deidre es einfach so hin, als sie erfährt, dass sie eine magische Gabe hat. Für sie scheint es ganz normal und alltäglich zu sein.

Luke ist ein geheimnisvoller junger Mann, der Deidre auf dem Schulhof kurz vor einem Auftritt kennen lernt. Ab da an ist Deidre von ihm hingerissen. Das ging mir ehrlich gesagt viel zu schnell, die zwei haben eigentlich sich gar nicht richtig kennen gelernt, schon würde Deidre für Luke alles tun. Zudem gibt sich Luke sehr geheimnisvoll und beantwortet nicht einmal ihre Fragen. Trotzdem stört Deidre das nicht, da sie ihn ja soooo sehr liebt. Das ist wirklich naiv hoch 10… Luke ist von allen Charakteren mir trotzdem noch am sympathischsten gewesen. Er war zwar sehr geheimnisvoll und verschlossen, doch war er von Grund auf ehrlich und wollte Deidre von den hinterhältigen Feen schützen.

James ist Deidres bester Schulfreund. Er half Deidre wo er nur konnte. James ist heimlich in sie verliebt, hat aber nicht das Selbstbewusstsein, es ihr zu gestehen. Das lies ihn ziemlich schwach dastehen. Hier hätte ich mir auch einen viel stärkeren, selbstbewussteren Charakter gewünscht. James war einfach nur langweilig.

Handlung:
Hier verwirrt der Klappentext etwas. Die Handlung wird ganz anders beschrieben als im Buch dargestellt. Im Buch trifft Deidre gleich im ersten Kapitel auf Luke. Im Klappentext steht, dass sie erst von ihm träumt und dann auch trifft. Von Luke geträumt hat Deidre nur im Prolog des Buches, was aber ganz nebenbei nur erwähnt wurde.

Nichts desto trotz ist die Handlung doch recht schön. Die Feen und ihre hinterhältige Art und ihre bezaubernde Schönheit wird sehr gut herausgearbeitet. Auch die Idee irische Mythologieelemente, wie z.B. vierblättrige Kleeblätter, in die Geschichte mit einzuweben war echt toll!

Schreibstil:
Der Schreibstil war wirklich so schön, wie ich es oft in Rezensionen gehört hatte. Maggie Stiefvater hat echt ein großes Talent besonders gut zu beschreiben. Dabei wird sie auf keinen Fall ausschweifend, sie bringt es schon auf den Punkt. Das war wirklich sehr schön, wenn nicht sogar das Schönste am ganzen Buch. ;)

Cover:
Das Buchcover ist wirklich toll umgesetzt. Zudem passt es perfekt zur Story, denn die Person auf dem Titelbild sieht echt aus wie eine zierliche Fee. Zudem sehen die glänzenden Blätterranken sehr irisch und feenhaft aus.

Fazit:
Da ich schon so viel Gutes von der Autorin gehört habe, wollte ich natürlich auch ein Buch von Maggie Stiefvater lesen. Doch leider hätte ich doch mit der Trilogie „Nach dem Sommer“ starten sollen, da „Lamento“ mich leider nicht ganz überzeugen konnte.
Die Idee war ganz schön und man hätte wohl doch noch etwas mehr daraus machen können. Die Protagonisten hätte ich mir sympathischer und nicht ganz so nervig naiv gewünscht. Leider daher nur 3 Sterne.