Maggie Stiefvaterruht_das_licht

  • Verlag: Script5
  • ISBN-13: 978-3839001189
  • Format: Hardcover
  • Seiten: 400
  • Erscheinungsdatum: 1. September 2011
  • Genre: Jugendfantasy (Romantasy)
  • Originaltitel: linger
  • Reihe: 2 / 3

Kurzbeschreibung:
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.

Über den Autor:
Maggie Stiefvater, geboren im November 1981 in Virginia, verlebte eine nach eigenen Worten sehr chaotische aber sehr kreative und musisch geprägte Kindheit und Jugend. Nach dem College versuchte sie u.a. als Kellnerin, Zeichenlehrerin beruflich Fuß zu fassen. Doch sehr bald schon meldeten sich ihre kreativen Talente und verlangten, ausgelebt zu werden – zunächst als Musikerin und Songwriterin, dann zunehmend als bildende Künstlerin. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde sie inzwischen mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 hat sich Stiefvater aufs Schreiben konzentriert und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen der Romantasy.

Meine Meinung:
Handlung und Schauplätze:
Die ganze Handlung wird wieder aus der Sicht von Grace, Sam, Cole und Isabel geschildert.
Leider wird auf der ersten Seite schon die Handlung des ganzen Buches preisgegeben: Grace wird sich in einen Wolf verwandeln…
So und das war’s schon. Mehr passiert auch nicht auf den ganzen 400 Seiten. Nichts! Das war’s!
Das hat mich schon als Leser etwas frustriert, da die Charaktere leider auch nicht mehr so liebenswert wie im ersten Band waren.
Wäre diese Reihe nicht Teil meiner Reihen-Challenge würde ich sie wohl hier abbrechen, da ich gemerkt habe, dass ich eher doch actionreiche Bücher lesen möchte.

Charaktere:
Sam und Grace reden eigentlich nicht miteinander. Sie merken, dass der jeweils andere sich nicht gut fühlt, aber sie sprechen sich nicht aus. Sam fühlt zwar, dass Grace es schlecht geht, fragt aber auch nicht nach. Er macht sich nur Sorgen. Das ist für mich sehr unverständlich und nicht nachvollziehbar gewesen, da er Grace ja so sehr liebt.
Cole und Isabel sind zwei weitere Charaktere, die aus ihrer Sicht die Handlung schildern. Cole ist zwar ein sehr interessanter Protagonist, jedoch kann er auch mit seinem Selbsthass ganz schön nerven. Er interessiert sich nur für sich und bringt somit sogar seinen besten Freund in große Gefahr…
Isabel ist Hals über Kopf in Cole verliebt, will es sich aber nicht eingestehen. Die Beziehung der beiden kam für mich auch nicht so richtig authentisch rüber. Für mich hat es sich so angefühlt, als ob die Autorin einen Lückenfüller für die weitere Geschichte um Sam und Grace gesucht hat.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wieder sehr gefühlvoll und melancholisch verträumt. Wie gehabt knüpft Maggie Stiefvater schreibtechnisch an Band eins perfekt an. Es passt durch seine Geschichte perfekt in den kalten Winter. Für den Sommer ist dieses Buch eher nichts, denn es wird nicht diese schaurig kalte und doch so schöne Stimmung aufkommen.

Verwirrend fand ich diesmal, dass die Sichtweise der Erzähler innerhalb eines Kapitels gleich mehrmals wechselten. Im Band eins war jedes Kapitel einen einzelnen Charakter „gewidmet“, also aus seiner Sicht geschrieben. Im Folgeband nun wechselt die Erzählweise in manchen Kapiteln gleich 3mal. Das war für mich zu viel. :)

Cover:
Der schimmernde Schutzumschlag ist wieder wunderschön aufgemacht. Es schimmert genau so perlmuttfarben wie der erste Band. Es ist diesmal jedoch in winterlichen Tönen gehalten, da das Buch im Winter spielt. Ein Hingucker ist auch wieder das „Innenleben“!

Fazit:
Leider ein schwächerer Folgeband, der mich nicht überzeugen konnte. Es wurde zu viel auf der ersten Seite verraten und im Buch passierte eigentlich nichts weiter. Auch die Protagonisten konnten mich nicht überzeugen und waren eher flach im Vergleich zum sehr guten Auftaktband „Nach dem Sommer“.

Grundidee 5/5
Umschreibungen 4/5
Schreibstil 5/5
Spannung 3/5
Emotionen 3/5
Charaktere 3/5
Liebesgeschichte 3,5/5

3,5sterne

Reihenfolge der Buchtitel:
Nach dem Sommer (Rezension)
Ruht das Licht
In deinen Augen

zur Buchwebseite:
www.script5.de/titel/titel-8681_ruht_das_licht.html

zur Verlagswebseite:
www.script5.de

zur Autorenwebseite:
maggiestiefvater.com

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Sarah Beth Durst
Ice: Hüter des Nordens

  • Broschiert: 307 Seiten
  • Verlag: Lyx; Auflage: 1. (9. Februar 2012)
  • ISBN-13: 978-3802586026
  • Originaltitel: Ice

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Klappentext:
Die junge Cassie lebt mit ihrem Vater auf einer Forschungsstation in der Arktis. Ihre Mutter ist angeblich bei ihrer Geburt gestorben, doch Cassie wächst mit rätselhaften Geschichten über ihren Tod auf. Kurz vor Cassies achtzehntem Geburtstag kommt es zu einer merkwürdigen Begebenheit: Cassie trifft auf einen Eisbären, der zu ihr spricht und ihr berichtet, dass die alten Legenden wahr sind. Ihre Mutter ist noch am Leben und wird in der Festung der Trolle gefangen gehalten. Doch um sie zu befreien, muss Cassie den Eisbären heiraten, der sich des Nachts in einen Menschen verwandelt. Zwischen Cassie und dem magischen Wesen entwickelt sich eine zarte Liebe, die jedoch von einem geheimnisvollen Fluch bedroht wird …

Über den Autor
Sarah Beth Durst wurde in Massachusetts geboren. Sie hat an der Princeton University Englisch studiert und begann danach eine Karriere als Jugendbuchautorin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in New York.

Meine Meinung:
Sarah Beth Durst hatte eine echt tolle Idee, aus der sie aber etwas mehr hätte
herausholen können. Vielleicht lag das aber auch an der knappen Seitenzahl.

Die Protagonisten im Buch werden eher oberflächlich behandelt. Ihnen fehlt es an Tiefe und der Leser erfährt zu wenig über sie. Aus diesem Grund erscheinen einige Handlungen der Personen unschlüssig und unlogisch beim Lesen. Wieso verliebt sich Cassie so schnell in den Bären, der ihr zu Beginn so wenig sympathisch ist? Und wieso versucht Cassie nicht mehr Zeit mit ihrer Mutter zu verbringen, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünschte, ihre Mutter kennen zu lernen? Auch Cassies Vater und alle anderen Personen der Forschungsstation sind in ihren Charakterzügen nur angerissen. Man lernt keinen richtig kennen.

Im Verlauf der Geschichte spielen Trolle eine Rolle. Diese habe ich mir zu Beginn wie die Fantasiewesen vorgestellt. Später erhält man aber ein ganz anderes, abstraktes Bild der Trolle, die eher geisterhaft in Erscheinung treten…

Der Schreibstil ist fließend und sehr bildhaft gehalten. Toll fand ich die Einarbeitung von Begriffen aus dem Inuit, welche zudem in deren Bedeutung gut erklärt wurden.

Die Covergestaltung passt perfekt zum Inhalt. Es wurden eisige Farben verwendet und der Schriftzug „ICE“ und die Rose sind mit schimmernder Folie hervorgehoben. Echt ein Hingucker im Bücherregal.

Fazit:
Eine Story, die durchaus Potential hat. Das Buch ist spannend und kurzweilig, wobei es doch einige unnötige Längen aufweist. Es liest sich mit seinen 300 Seiten sehr schnell. Jedoch reicht einmal Lesen. Ein weiteres mal würde ich es nicht zur Hand nehmen.